Kreis Uelzen plant zusätzliche Deutschkurse für Asylbewerber in der KVHS

Mit Sprache zur Integration

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Die Kreisvolkshochschule soll kurzfristig weitere Sprachkurse für Asylsuchende anbieten.

Uelzen/Landkreis. Angesichts steigender Asylbewerberzahlen will der Landkreis Uelzen möglichst rasch weitere Deutschkurse für Flüchtlinge anbieten. Dafür hat der Kreisausschuss jetzt grünes Licht gegeben.

Geplant ist, in der Kreisvolkshochschule Uelzen/Lüchow-Dannenberg (KVHS) zusätzlichen Deutschunterricht einzurichten – und zwar für solche Menschen, die aufgrund eines unklaren Asylstatus keinen Anspruch auf staatliche Förderung von Sprachkursen haben.

„Wir wollen ein schnelles, unbürokratisches Angebot schaffen, um Sprachbarrieren abzubauen“, sagt Landrat Heiko Blume. Das Ziel sei, die Integration der Asylsuchenden im Kreis Uelzen zu verbessern und ihnen den sozialen Umgang, etwa bei Arzt- oder Behördenbesuchen, zu erleichtern. Die Kosten für die Kurse will der Landkreis Uelzen tragen.

Die KVHS erstelle derzeit ein Konzept für die zusätzlichen Deutschstunden, erklärt Leiterin Almke Matzker-Steiner. „Wir denken an ein laufendes Angebot für 15 Personen mit jeweils drei bis vier Unterrichtsstunden an drei Werktagen pro Woche. Das Ganze sollte mindestens auf ein Jahr angelegt sein.“ Sollte es mehr Anmeldungen geben, könnte die Kursdauer pro Person begrenzt werden, um anderen Asylbewerbern die Teilnahme zu ermöglichen.

Das neue Angebot richtet sich aber nicht an Neuzuwanderer, schon länger in Deutschland lebende Ausländer und Migranten mit festem Bleiberecht. Diese dürfen bereits an den regulären Integrationskursen der KVHS teilnehmen, die jeweils ein halbes Jahr dauern, täglich stattfinden und 600 Unterrichtsstunden umfassen.

Von Bernd Schossadowski

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