Was müssen Bauherren zahlen?

Spitzenpreis für „Filetstück“ am See: Neuer Rekord für Uelzen erwartet

Was soll ein Quadratmeter im neuen Baugebiet am Oldenstädter See kosten? Darüber hat die Politik zu beraten. Fest steht bereits: Die Baugrundstücke werden die bislang teuersten im Uelzener Stadtgebiet.
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Was soll ein Quadratmeter im neuen Baugebiet am Oldenstädter See kosten? Darüber hat die Politik zu beraten. Fest steht bereits: Die Baugrundstücke werden die bislang teuersten im Uelzener Stadtgebiet.

Uelzen-Oldenstadt – Mit den Bauplätzen am Oldenstädter See wird die Hansestadt Uelzen ein neues Kapitel in Sachen Quadratmeter-Preise aufschlagen: Rekordhalter waren bislang Grundstücke am Dachsgang auf dem Königsberg, die für 110 Euro je Quadratmeter veräußert wurden.

Bürgermeister Jürgen Markwardt erklärt gegenüber der AZ, dass die Quadratmeterpreise in Oldenstadt in jedem Fall über diesem Betrag liegen werden.

Zum geplanten Baugebiet sagt Markwardt: „Es ist ein Filetstück. Die Bauplätze sind schön.“ Das werde sich bei den Quadratmeter-Preisen bemerkbar machen. Konkrete Zahlen nennt er nicht.

Die Preise festlegen wird die Stadtpolitik. Die Gruppe aus Grünen, FDP, Linke und Piraten treibt das Thema um. Es müsse eine Spekulation mit Bauplätzen und -preisen, die bei einer solch schönen Lage zu befürchten sei, verhindert werden, sagt Gruppenvorsitzender Karl-Heinz Schmäschke.

Statt eines Bieterverfahrens müsse es Festpreise geben. Die Gruppe nennt ihre Vorstellungen: 180 Euro für den Quadratmeter im nördlichen Teil in Richtung See, 150 Euro je Quadratmeter für den südlichen Teil. „Das mag sich viel anhören“, so Schmäschke. Das relativiere sich aber bei näherer Betrachtung und Vergleichen. In Steddorf bei Bienenbüttel seien 127 Euro erzielt worden. „Und am Oldenstädter See reden wir von einem Baugebiet an einem Naherholungsgebiet. Das ist das schönste Baugebiet der Stadt“, so Schmäschke.

Und: Die Gruppe stellt sich außerdem vor, dass Bauherren auch noch einen Rabatt bekommen, wenn sie ein besonders umweltschonendes und energie-effizientes Haus errichten. Einen Nachlass von bis zu 20 Euro pro Quadratmeter kann sich die Ratsgruppe vorstellen. Der Vorschlag wird zurzeit von den Fraktionen beraten.

Das Interesse an den Bauplätzen ist, auch wenn noch keine Preise feststehen, bereits riesig. 300 Interessenten soll es für die insgesamt 19 Baugrundstücke geben (AZ berichtete).

Ohnehin stellt die Hansestadt eine „stärkere Nachfrage“ nach Grundstücken für Eigenheime fest, wie Markwardt sagt. Die Stadt versucht dem nachzukommen: Zuletzt hatte die Politik für ein Baugebiet in Molzen den Weg geebnet, auch in Holdenstedt könnte eines entstehen. Im Bereich des Königsbergs werden Flächen betrachtet. „Wir prüfen angesichts der Entwicklung verschiedene Stellen, wo Baugebiete entstehen könnten“, sagt Markwardt. VON NORMAN REUTER

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