Ein Spießer...

wollte Uhlenköper eigentlich nie sein. Dabei muss er aber einsehen, dass sich mit zunehmendem Alter auch die Einstellung zum Leben etwas ändert, die Risikobereitschaft mit sozialen Verpflichtungen und älteren Knochen abnimmt und vielleicht das Verändern von alteingesessenen Ansichten nicht mehr ganz so leicht fällt.

Zumindest war das bisher die Befürchtung von Uhlenköper, denn: Man weiß ja nie. Wer sagt, er bleibe ewig jung im Kopf, geht ein hohes Risiko ein, sich selbst in die Tasche zu lügen.

Nun hat ein Unternehmen für einen kleinen Werbegag die Frage gestellt, wieviel Spießer man denn sei. Dazu hat es 20 Gegenstände auf einem Flyer abgebildet, die das Spießertum symbolisieren. Wer viele davon hat, sollte sich Gedanken machen. Uhlenköper schreitet also ans Werk: Schuhspanner? Nein. Pantoffeln? Ja. Salz- und Pfeffermühle? Nein, kommt aber. Kamm? Braucht Uhlenköper in Ermangelung von Haaren nicht. Quietscheentchen? Nein, herrje. Gartenzwerg? Ja, natürlich. Eine Kuckucksuhr? Äh. Nein. Schatzi will eine, aber dann ist sie schuld. Eine Fußmatte mit „Welcome“-Aufdruck? Um Himmels willen, nein. Ein Hirschgeweih? Nein. Gießkanne? Ja, steht neben dem Gartenzwerg.

Und so weiter. Letztlich hat Uhlenköper sieben Gegenstände von 20 angekreuzt. Er weiß jetzt nicht recht, wie spießig er sich fühlen muss. Immerhin läge das am unteren Ende des mittleren Drittels. Vermutlich kann er ganz zufrieden sein damit, der Uhlenköper.

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