Uelzener Informatik-Schüler entwickeln Automaten und sind für Multimediapreis nominiert

Spielerisch zur Nachhaltigkeit

Diese Schüler sind Teil des Projekts (von hinten links): Simeon Kostadinov, Marc Pfeiffer, Neneh Teske, Joshua Strömer sowie Erik Eurich (unten links) und Niklas Krinke (unten rechts).
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Diese Schüler sind Teil des Projekts (von hinten links): Simeon Kostadinov, Marc Pfeiffer, Neneh Teske, Joshua Strömer sowie Erik Eurich (unten links) und Niklas Krinke (unten rechts).

Uelzen – Bunt leuchten die Farben auf, während sich die Pixel über den Bildschirm bewegen. Was man sonst eher aus Spielhallen kennt, ist jetzt auch im Klassenzimmer angekommen.

Informatik-Schüler des Uelzener Lessing-Gymnasiums haben einen klassischen Arcade-Spielautomaten entwickelt und sind damit jetzt für den Deutschen Multimediapreis nominiert.

16 Spiele haben sich die Schüler ausgedacht und selbst programmiert. Jedes Spiel repräsentiert eines der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung, die von den Vereinten Nationen formuliert wurden. Als oberstes Ziel haben sich die Schüler eine gerechte und hochwertige Bildung für alle ausgesucht, die es durch die Spiele zu erreichen gilt.

Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt. Um ein Leben unter Wasser zu ermöglichen, muss man mit Haien etwa den Müll am Grund beseitigen, während für das Ziel der nachhaltigen Städte mehrere Häuserblöcke übereinander balanciert werden müssen. Und für Gesundheit und Wohlergehen steuert man eine Spielfigur durch eine Lava-Welt. „Wenn man in die Lava fällt, ist man nicht so gesund“, erklärt der Schüler Niklas Krinke ironisch. Ausgedacht haben sich die Schüler die Spiele gemeinsam. Teilweise ließ man sich aber auch von klassischen Arcade-Spielen inspirieren, wie Erik Eurich hinzufügt.

Warum sich die Schüler ausgerechnet auf die Nachhaltigkeitsziele fokussieren? Man wolle ein Bewusstsein dafür schaffen, dass andere wichtige Themen neben Corona nicht untergehen, erklärt Marc Pfeiffer. Der selbstgebaute Automat sei eine gute Möglichkeit, um auch jüngere Leute spielerisch an diese Themen heranzuführen.

Apropos jüngere Leute: Mit dem Konzept hinter dem Automaten wollen die Schüler auch Nachwuchsinformatiker ansprechen, um zu vermitteln, „dass Informatik nicht so gruselig ist, wie man vielleicht denkt“, sagt Neneh Teske. Derzeit entstehe eine Website mit Tutorials, damit auch andere eine solche kleine Maschine bauen können. VON DANIEL BIELING

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