Sparkasse und Volksbank wollen Kindern positive Erfahrungen beim Sparen vermitteln

Geldinstitute als Spielparadies

„Warum darf ich da nicht selbst reinmalen, wenn das doch meins ist?“: Leander hat bei der Sparkasse nachgefragt. Fotos: Jansen

Uelzen. Der Weltspartag ist für Kreditinstitute ein Kindertag: Mit vielen unterhaltsamen Aktionen und Geschenken hatten sich sowohl die Sparkasse als auch die Volksbank in Uelzen vorbereitet.

„Schon die Kleinsten sollen positiv erfahren, dass sich Sparen lohnt“, sagt Wilhelm Bauck, Direktor des Vertriebsmanagements bei der Sparkasse Uelzen Lüchow-Dannenberg. „Um der Bevölkerung zu vermitteln, dass gespartes Geld zur Sicherheit und zu einem höheren Lebensstandard beitragen kann, riefen die Sparkassen im Jahre 1924 den Weltspartag ins Leben. “.

Sabrina Cohrs betreute in der Volksbank den Geschenke-Tisch.

Wer seine Spardose leerte, erhielt ein Geschenk. Bei der Sparkasse an der Bahnhofstraße empfingen die Mitarbeiterinnen und ein Praktikant die jungen Gäste verkleidet und verteilten Eis aus der Softeismaschine. Kinderschminken, Glücksrad, Torwandschießen, ein Clown und die Dreilinger Sportjongleure waren in den anderen Filialen zu erleben. Weil der 30. Oktober in diesem Jahr auf einen Mittwoch fiel, an dem die Bankschalter nur bis mittags geöffnet haben, entschloss sich die Sparkasse für verlängerte Öffnungszeiten bis nachmittags um vier. Bei der Volksbank hingegen schlossen die Jalousien am Mittag, aber dafür erhält der Weltspartag am heutigen Donnerstag eine Verlängerung.

In der Spardose des vierjährigen Leander waren 18 Euro und 47 Cents. Das Geld bleibt im Geldzählautomaten. Nicht ganz einverstanden ist Leander, als er sein Sparbuch an der Kasse abgeben soll. „Jetzt wird eingetragen, wie viel du gespart hast“, erklärt ihm die Kundenberaterin Jil Napierala, die seit dem frühen Morgen im Kostüm der Robbe Nele steckt. „Warum darf ich da nicht selbst reinmalen, wenn das doch meins ist“, fragt Leander. Wilhelm Bauck erklärt: „Das Hineinmalen würde das Dokument zerstören.“

Zur Eröffnung eines Kontos müssen Eltern auch am Weltspartag Geburtsurkunde und Personalausweise beider Eltern vorlegen, informiert Claudia Krüger, Geschäftsstellenleiterin der Volksbank-Filiale an der Gudesstraße. Alleinerziehende sollten ein Dokument vorlegen, das das alleinige Sorgerecht bestätigt. Mit den kindgerechten Aktionen am Weltspartag verfolgen die Kreditinstitute eine Erziehungshilfe in geldlichen Angelegenheiten und natürlich wollen auch sie künftige Kunden gewinnen, „da muss man sich nichts vormachen“, gibt Bauck offen zu. Doch letztlich entscheiden die Eltern, bei welcher Bank für ihre Kinder ein Konto eröffnet wird.

Von Angelika Jansen

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