Das Stadtfest lockte am Wochenende tausende Besucher in die Uelzener Innenstadt / Polizei meldet keine Vorfälle

Spannung, Spaß und starke Stimmen

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Tausende Menschen zog es am Wochenende nach Uelzen. Drei Tage lang bot sich ihnen ein buntes Programm aus Show, Unterhaltung und Live-Musik.

Uelzen. „Ran an die Kasse, rein in die Kiste“, schallte es aus dem Mikrofon am Break-Dancer. Das ließen sich Melissa Blohn und Anna-Lena Schulz am Sonnabend nicht zweimal sagen und wagten mutig die Fahrt mit dem wirbelnden Ungetüm. Von Anna Petersen

Tausende Uelzener zog es am Wochenende zum Stadtfest nach Uelzen – sei es nun, um die vielen Fahrgeschäfte zu testen, oder das bunte Programm an Show, Musik und Unterhaltung zu genießen.

Wohin das Auge schaute, stöberten Menschen an den Verkaufs-Ständen und schoben sich bereits am Mittag durch das Gedränge in den Straßen. Der eine oder andere verweilte kurz vor der Bühne am Alten Rathaus, um den Ausführungen der Bürgermeisterkandidaten zu Demografischem Wandel und Fußball zu lauschen, viele aber zogen direkt weiter – vorbei an Pizza, Pommes und und Zuckerwatte.

Beim Dosenwerfen versuchte Dominic Allnoch sein Glück: Drei Würfe, sechs Treffer, ein Trostpreis. Doch den Uelzener juckte das Ergebnis nicht, viel zu freudig war die Stimmung. So ein Stadtfest, fand er, könnte es öfter geben. „Es sind ja auch viele Menschen hier. Das macht schon Spaß.“ Das bestätigte auch Daniela Bösch aus Wrestedt, die es sich mit ihrer Tochter Lotta und einem Eis in der Hand auf der Bank gemütlich gemacht hat. Sie schwärmte vom Wetter – Regen setzte erst am Sonntagmittag ein – und dem Rummel. „Und das Riesenrad war super.“ Lotta nickt bestätigend. „Ich habe das Krankenhaus und den Bahnhof gesehen“ – und viele, viele Menschen. Unter ihnen waren beim Stadtfest auch einige Polizeibeamte zu entdecken. „Wir haben mehr Personal gehabt, als an normalen Wochenenden“, bestätigt Delia Giering von der Polizei in Uelzen, „um auf alle Eventualitäten eingestellt zu sein.“ Doch weder habe es Raufereien gegeben, noch kam es zu Diebstählen oder Beschwerden wegen Ruhestörung.

Gegen Nachmittag sorgten lokale Acts das ganze Wochenende über für Abwechslung. 14.45 Uhr am Sonnabend: Letzte Besprechung vor dem Auftritt bei der Volkstanzgruppe aus Westerweyhe und ihren schwedischen Gästen. Unter ihnen ist auch Christer Akesson aus Örkelljunga. Wie sich ein deutsches Stadtfest von einem schwedischen unterscheidet? Er fasst zusammen: „Mehr Leute, mehr Fest, besseres Wetter.“ Dann steigt er auf die Bühne und die Zuschauer verfolgen wippend die Tänze der Gruppen zur Akkordeon-Musik.

Musikalisch ging es dann auch an allen dreien Abenden weiter: Bands wie „MOFA 25“, „Heart Rock Café“ und „The Rattles“ heizten den Uelzenern ordentlich ein. In der Dunkelheit blinkte das Riesenrad zum Wummern der Bässe: „Ich will zurück nach Westerland“, singen „Die toten Ärzte“. Doch nach Westerland wünschte sich an diesem Wochenende wohl kein Uelzener.

Von Anna Petersen

Fotos vom Uelzener Stadtfest

Stadtfest Uelzen: Fotos vom Freitag

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