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Verspäteter Einzug ins neue Pflegeheim: Wichern-Haus in Uelzen ist jetzt fertiggestellt

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Von: Norman Reuter

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Das neue Wichern-Haus an der Niendorfer Straße in Uelzen steht, für heute ist die Abnahme des Gebäudes geplant. Morgen soll es bezogen werden.
Das neue Wichern-Haus an der Niendorfer Straße in Uelzen steht, für heute ist die Abnahme des Gebäudes geplant. Morgen soll es bezogen werden. © Reuter, Norman

Am morgigen Sonnabend wird das jetzt fertiggestellte Wichern-Haus in Uelzen bezogen. Dort finden jene 82 Senioren ein neues Zuhause, die bisher im Heiligen-Geist-Stift untergebracht waren. Letzteres soll abgerissen werden. 

Uelzen – Gut zwei Monate später als ursprünglich geplant ziehen am Wochenende in Uelzen die 82 Bewohner des Heiligen-Geist-Stifts von der Waldstraße an die Niendorfer Straße. Dort ist nun das neue Wichern-Haus fertiggestellt. Für den heutigen Freitag ist die Abnahme des Gebäudes geplant, für den morgigen Sonnabend die Umzugswagen und die Fahrzeuge bestellt, mit denen die Stift-Bewohner befördert werden.

Ralf Biebau, Geschäftsführer der Heiligen-Geist-Stiftung, die das neue Wichern-Haus errichten ließ, sagt: „Wir sind viel später dran.“ Er berichtet vom Baustoffmangel, der die Arbeiten am Gebäude ausgebremst habe und damit letztlich für den Einzug erst jetzt verantwortlich sei. Erste Pläne sahen vor, dass im Juni das neue Wichern-Haus bezogen wird.

Die Anlage an der Niendorfer Straße verfügt über 144 Pflegeplätze in sechs Wohnbereichen, ist also größer als das Heiligen-Geist-Stift an der Waldstraße. Die 62 noch freien Plätze werden nach und nach belegt, schildert Biebau. „Wir haben eine Warteliste“, so der Geschäftsführer.

Die ersten 20 weiteren Bewohner würden bereits in den kommenden Tagen einziehen. Bis zum Ende des ersten Quartals sei vorgesehen, alle Plätze zu belegen. Dafür müssen noch Pflegekräfte eingestellt werden. „Das passiert jetzt sukzessive“, sagt Biebau.

Noch an stehen auch Gespräche mit dem Sozialamt hinsichtlich des Investitionsbetrags. Über ihn würden beuspielsweise Abschreibungen für den Bau oder auch die Ausstattung finanziert. „Das ist wie die Kaltmiete“, verdeutlicht Biebau.

Für das etwa 50 Jahre alte Stift lag dieser Betrag bei sieben Euro pro Tag, im neuen Gebäude bei 23 Euro. Damit die Bewohner oder deren Angehörigen beim zu zahlenden Eigenanteil nicht über Gebühr belastet würden, seien die Gespräche mit dem Sozialamt angedacht.

Das Stift fällt mit dem Auszug der Bewohner leer und soll, wie berichtet, einem Gebäude weichen, das Bestandteil des von der Stiftung und der Wohnungsbaugesellschaft des Landkreises (gwk) geplanten Wohn- und Pflegequartiers an der Waldstraße wird. Ob wie im Frühjahr angekündigt wurde, das Stift nach dem späteren Auzug der Bewohner noch 2022 abgerissen wird und damit der Startschuss für das Wohn- und Pflegequartier fällt, ist fraglich: „Es müssen für den Abriss auch noch Untersuchungen hinsichtlich möglicher belasteter Baustoffe erfolgen“, so Biebau.

Gestiegene Preise und eine neue Zinssituation beschäftigen derweil auch noch die Planer des Quartiers. Wie Biebau sagt, erfolgten gegenwärtig neue Wirtschaftlichkeitsberechnungen, am Bebauungsplan werde weiter gearbeitet und die Förderkulisse ausgelotet. Er rechnet mit einem Startschuss im kommenden Jahr.

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