Im Klinikum Gifhorn

SoVD kritisiert Helios: Hygiene und Pflege vernachlässigt

sts Gifhorn. Vernachlässigte Hygiene, mangelhafte Pflege und großer Zeitdruck beim Pflegepersonal: Schwere Vorwürfe erhebt der Sozialverband (SoVD) Gifhorn gegenüber dem Helios Klinikum Gifhorn.

Dabei bezieht sich der Sozialverband laut einer Pressemitteilung auf die Erfahrungen zweier Patienten, die auch namentlich genannt werden.

Die 54-jährige Ute Schulze sei eine ganze Nacht aufgrund von Unterbesetzung vom Pflegepersonal kurz nach einer Fuß-OP nicht beim Toilettengang unterstützt und verpflegt worden. Außerdem habe Klinikpersonal unter Zeitdruck Thrombosespritzen abgebrochen.

In dieselbe Kerbe schlägt der 75-jährige Wahrenholzer Erwin Würtz. Der immense Zeitdruck führe dazu, dass das Pflegepersonal die nötige Sorgfalt vermissen lasse. Zudem sei dem Diabetiker statt seines vertrauten Insulins ein anderes Mittel verabreicht worden, was zu erheblichen Unannehmlichkeiten und Beschwerden geführt habe.

Auch bei der Sozialberatungsstelle gingen immer mehr Beschwerden über mangelhafte Pflege im Gifhorner Helios Klinikum ein, berichtet der SoVD. Das Pflegepersonal befinde sich aufgrund von Personalmangel und Zeitdruck in einer „misslichen Lage“.

Das Helios Klinikum verweist gegenüber dem in Wittingen erscheinenden Isenhagener Kreisblatt auf das eingerichtete Beschwerde-Management. Dort würden jedwede Anliegen unzufriedener Patienten überprüft. Dies sei etwa auch im Fall von Erwin Würtz geschehen. Im Dialog mit ihm habe man „wichtige Anregungen erhalten“ und die „Kommunikation zwischen Ärzten und Pflegepersonal in einer bestimmten Angelegenheit“ verbessern können. Die Patientin Schulze hingegen habe sich nie bei Helios gemeldet.

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Rubriklistenbild: © Bräutigam

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