Bienenbüttel: Junge Wilde wollen Mini-Rampe / TSV denkt an neue Sparte

Skater suchen Spender

Bienenbüttel. Eine Rampe herunterrauschen, tollkühne Sprünge vorführen und über Wellen sausen – das ist der Traum manch eines Bienenbütteler Jugendlichen.

Im Jugendausschuss der Gemeinde haben sich nun Joste Hermann und Cedric Ehlers zum Sprecher der jungen Skater gemacht: Mit 275 Unterschriften von jungen Leuten und Erwachsenen im Rücken machten sie sich für das Projekt „Skate-Park“ stark. Der Traum der Kinder und Jugendlichen: sechs Geräte – bei denen Geschwindigkeit, Geschicklichkeit und Gleichgewichtssinn gefragt sind. Die Kosten jedoch machten den Schwärmereien je ein Ende: Allein eine kleine Rampe mit Quarter-Pipe, das Element, was die Jungen sich als Grundstein für einen späteren Parkausbau vorstellen könnten, würde 27 251 Euro kosten. „Ich finde es wirklich toll, dass die beiden die Initiative ergriffen haben und einen Antrag gestellt haben“, betonte Bienenbüttels Bürgermeister Heinz-Günter Waltje und gab zu: „Die Jungs waren zweimal bei mir und wir haben uns über das Projekt unterhalten. Ich hatte geschätzt, es ginge um Kosten zwischen 7000 und 8000 Euro. Das war scheinbar blauäugig. “.

Einstimmig lehnten die Ausschussmitglieder den Antrag der Jungen auf Errichtung eines Skater-Parks ab – angesichts Klammer Kassen seien Mehrausgaben in dieser Größenordnung schlicht nicht möglich: Hoffnung gibt es für die jungen Sportler aber: Denn die Standortfrage für die Skate-Anlage scheint geklärt. TSV-Vositzender Michael Skeisgerski, der als beratendes Mitglied dem Ausschuss angehört, schlug vor, den Skatern in der Nähe des B-Sportplatzes ein Domizil bereit zu stellen. Die Unterhaltung der Anlage könnte dann über den Sportverein abgewickelt werden. Zuvor waren auch Stellplätze an der Minigolfanlage oder nahe des Jugendzentrums im Gespräch.

Was die Finanzierung angeht, so sprach sich Mathias Jeßen von der KA (kommunalen Alternative) für die Bildung eines Skatervereins aus: „So kann das Projekt weiter vorangetrieben werden. Ihr könntet dann versuchen, für das Projekt Spenden einzuwerben.“ Eine Idee, die TSV-Vorsitzender Skeisgerski erweiterte: „Die Jungen brauchen keinen neuen Verein zu gründen, sondern wir können die Skater als Sparte in den TSV integrieren.“

Ein weiteres Bonbon zauberte schließlich Seniorenbeiratsvorsitzender Dieter Holzenkämpfer, der den Ausschuss ebenfalls berät, aus dem Hut: Denn er erinnerte sich an eine Spende, die vor Jahren der Gemeinde bereits für eine Skateranlage zur Verfügung gestellt wurde. 1999 spendete die Sparkasse 1500 DM – Geld, das Joste Hermann, Cedric Ehlers und ihre Mitstreiter nun als Startkapital bekommen sollen.

Von Wiebke Brütt

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare