Gewählte sprechen sich für angemessene Betreuung aus

Ein Signal an Flüchtlinge aus Uelzen

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Burkhard Schorling beschämt es, dass Flüchtlinge teilweise auch in Deutschland in Zelten leben müssen.

nre Uelzen. Die SPD-UWG-Gruppe hatte die Resolution vorgeschlagen, getragen wurde sie letztlich von allen Gewählten: Einstimmig hat sich am Montagabend der Uelzener Stadtrat für eine angemessene Betreuung von Asylbewerbern ausgesprochen.

Uelzen müsse eine Stadt des Willkommens sein, in der auf vielfältige Weise den Flüchtlingen Hilfestellungen geboten würden, heißt es in dem von allen Parteien getragenen Papier, das überschrieben wurde mit „Uelzen: Eine Stadt des Willkommens und des Miteinanders“. Zudem wird eine Aufwandsentschädigung für Ehrenamtliche gefordert, die sich um die Flüchtlinge kümmern.

Die Resolution, so führte Jan Henner Putzier (SPD-UWG-Gruppe) vor dem Votum des Rates aus, habe einen appellativen Charakter, dessen sei man sich bewusst. Es gehe aber darum, ein Signal an die Flüchtlinge und an alle Ehrenamtlichen zu senden. „Wir wollen die Solidarität zum Ausdruck bringen“, sagte Putzier.

Burkhard Schorling (Piraten/WIR für Uelzen/RRP) erklärte, er unterstütze die Resolution, ihrer bedurft hätte es aber eigentlich nicht, meinte der Ratsherr. Deutschland sei ein so reiches Land, dass die angemessene Versorgung von Asylbewerbern selbstverständlich sein müsse.

Es beschäme ihn, dass es sich teilweise nicht so verhalte: „Die Menschen lebten in Aleppo in Zelten. Dann fliehen sie nach Deutschland und leben hier wieder in Zelten.“ Wer es ernst meine mit der Flüchtlingsarbeit, müsse auch bereit sein, Geld dafür in die Hand zu nehmen.

Von Norman Reuter

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