37-Jähriger wegen Vergewaltigung verurteilt

Siebeneinhalb Jahre Gefängnis

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Symbolfoto

Uelzen/Lüneburg. Ein 37-jähriger Mann aus Uelzen wurde gestern Mittag vor dem Landgericht in Lüneburg zu einer Haftstrafe von siebeneinhalb Jahren verurteilt. Die 1. Große Jugendkammer hatte den Mann für schuldig erklärt, im September vergangenen Jahres eine 17-Jährige vergewaltigt zu haben.

Weil er die Jugendliche mit einem Messer bedroht hatte, um sie gefügig zu machen, handelte es sich um eine besonders schwere Vergewaltigung. Zudem muss der Mann seinem Opfer 6000 Euro Schmerzensgeld zahlen.

Die Staatsanwältin hatte nach Ende der Beweisaufnahme eine Haftstrafe von neun Jahren gefordert, die Verteidigung hatte auf sechs Jahre Haft plädiert. Besonders schwer wog nach Auffassung von Staatsanwaltschaft und Kammer, dass der 37-Jährige das Vertrauensverhältnis zwischen ihm und der jungen Frau ausgenutzt habe. Die 17-Jährige war eine Freundin der Lebensgefährtin des Mannes und hatte ihn als eine Art Vaterfigur betrachtet. Umgekehrt hatte der Angeklagte erklärt, die Jugendliche sei für ihn wie eine Tochter gewesen. Den Umstand, dass er das Mädchen mit einem Messer bedroht hatte, wertete das Gericht ebenfalls strafverschärfend.

„Eine Art von Geständnis“ hielten Richter und Schöffen dem 37-Jährigen zugute – auch wenn der beim Einräumen der Tat immer wieder relativiert habe. Ebenfalls positiv hatte sich ausgewirkt, dass sich der Angeklagte in seinem Schlusswort entschuldigt und Reue gezeigt hatte. Allerdings nicht ohne sich dabei in Selbstmitleid zu ergehen.

Von Ines Bräutigam

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