Nachwuchs ist im Gehege zu bestaunen

Sieben neue Frischlinge und vier Zicklein im Uelzener Wildgatter

Die sieben neuen Frischlinge spielen auf und um ihren Vater, dem 200 Kilogramm schweren Keiler, herum im Uelzener Wildgatter.
+
Die sieben neuen Frischlinge spielen auf und um ihren Vater, dem 200 Kilogramm schweren Keiler, herum im Uelzener Wildgatter.

Uelzen – Der rund 200 Kilogramm schwere Keiler liegt auf der Seite und legt ein kleines Päuschen ein. Auf und um ihren Vater herum toben sieben neue Frischlinge, die die Muttersau vor einer Woche zur Welt gebracht hat.

„Es dauert immer ein paar Tage, bis sich Frischlinge nach ihrer Geburt zeigen. Anfangs sind sie im Stall. Jetzt sind sie aber schon sehr präsent“, sagt Stadtförster Thomas Göllner.

Rund 30 Wildschweine leben aktuell in den drei Wildschweingattern im Uelzener Stadtwald. Auch ein Jahr alte Geschwister der neuen Frischlinge tummeln sich in einem Gatter. Ihre im Vergleich zu den „erwachsenen“ Wildschweinen hellere Farbe verrät, dass sie noch nicht so lange auf der Welt sind. Göllner: „Nach einem Jahr sind sie schon 40 bis 60 Kilogramm schwer und geschlechtsreif.“

Auch bei den Ziegen gab es Nachwuchs: Vier Zicklein, darunter ein Zwillingspaar, leben nun im Wildgatter.

Ebenfalls Nachwuchs gibt es bei den insgesamt 17 Ziegen im Wildgatter. Dort sind vier neue Zicklein, darunter ein Zwillingspaar, seit rund drei Wochen neu im Gehege dabei. Ein Tierarzt muss bei der Geburt nicht anwesend sein. „Zicklein zeigen sich immer sehr schnell“, erklärt Göllner, den Johannes Protzen und Finn Ritzer bei der täglichen Arbeit mit den Tieren unterstützen.

„Ich finde das Rotwild hier am beeindruckendsten. Aber natürlich macht auch die Arbeit mit den Wildschweinen Spaß“, sagt Ritzer, der in Himbergen wohnt und bei der Stadt seit sechs Monaten ein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) absolviert. Einen Monat später kam auch Johannes Protzen aus Salzhausen als FÖJler dazu. „Ich bin Jäger und wir wohnen in Waldnähe. Das Freiwillige Ökologische Jahr bringt einen guten Einblick. Später möchte ich vielleicht Forstwirtschaft in Suderburg studieren“, so Protzen.

Der nächste Nachwuchs beim Rot- und Damwild im Wildgatter wird übrigens für den April erwartet.

VON TIMO HÖLSCHER

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare