Landesamt warnt vor Hasenpest, doch im Kreis sorgt man sich mehr um Schweine

Mit Seuche nicht zu spaßen

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Die Hasenpest kann überall auftreten, sagt Dr. Ulf Meyer zu Vilsendorf.

Uelzen/Landkreis. Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, Geschwüre, Durchfall und Erbrechen: Mit der Hasenpest ist nicht zu spaßen, weiß Dr. Ulf Meyer zu Vilsendorf vom Veterinäramt Uelzen.

Denn die hoch ansteckende Krankheit ist nicht nur für Hasen und Nagetiere gefährlich, sondern auch auf Menschen übertragbar. „Sie ist ernst zu nehmen, weil daran eben auch Menschen verstorben sind. “ Jetzt ist die so genannte Tularämie mehrfach in Niedersachsen nachgewiesen worden, unter anderem bei zwei Tieren im Kreis Osnabrück. Das Landesamt für Verbraucherschutz rät deshalb zur Vorsicht.

„Die Krankheit kann überall und jederzeit auftreten – auch hier theoretisch“, stellt Meyer zu Vilsendorf klar. Dennoch: Weitaus größere Sorgen bereitet dem Experten derzeit die Afrikanische Schweinepest – kurz ASP, die sich unter anderem in Polen und baltischen Staaten ausbreitet. „Wir haben alle sicherlich ein bisschen Angst davor“, berichtet der Tierarzt. Zwar ist die hoch ansteckende Krankheit nicht auf den Menschen übertragbar, eine Verbreitung in Deutschland könnte aber wirtschaftliche Folgen für Schweinehalter bedeuten, befürchtet Meyer zu Vilsendorf. Jährlich werden Blutproben von 143 erlegten Wildschweinen im Landkreis entnommen und zusätzlich alle tot gefundenen Tiere zur Untersuchung eingeschickt.

Genauso würde man auch bei Tularämie-Verdachtsfällen verfahren. „Wir haben hier in der letzten Zeit aber kein vermehrtes Hasensterben bemerkt.“

Von Anna Petersen

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