Servicebüro will weiterhin ehrenamtliche Seniorenbegleiter ausbilden

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Uelzen. Das Seniorenservicebüro wird ab dem kommenden Jahr von der Stadt Uelzen finanziert. Die Fortbildungen für ehrenamtliche Seniorenbegleiter hängen jedoch in der Schwebe.

Seit vier Jahren hatte das Land Seniorenservicebüros mit jährlich 40 000 Euro bezuschusst, und damit verbunden war auch die Förderung von Qualifizierungskursen für ehrenamtliche Seniorenbegleiter in Höhe von rund 6000 Euro zusätzlich pro Jahr. Da das Programm für Seniorenservicebüros in diesem Jahr ausläuft, sucht Petra Heinzel, Leiterin der Uelzener Einrichtung, nun nach einem neuen Fördertopf für die Kurse.

„Wir streben an, auch den Bereich Qualifikation im nächsten Jahr fortzuführen“, erklärt sie auf AZ-Nachfrage, „ich hoffe, dass wir einen Weg finden.“ Das niedersächsische Ministerium für Soziales, Frauen, Familie, Gesundheit und Integration hat noch kein alternatives Programm beschlossen, das diesen Bereich auffängt. Die Beratungsstruktur solle neu gebündelt werden und befindet sich noch im Prozess, teilt die Pressestelle auf AZ-Nachfrage mit.

Das Seniorenservicebüro wird, ebenso wie in anderen Städten, vom Land bereits ein halbes Jahr länger finanziert als ursprünglich geplant. Die Arbeit der Ansprechpartnerin Waltraud Lobitz in Uelzen ist nicht gefährdet, betont Petra Heinzel. Die Stadt habe schon, bevor das Förderprogramm vom Land auslief, beschlossen, dass die Beratungsstelle für Senioren und deren Angehörige dauerhaft erhalten bleiben soll. Auch die ehrenamtlichen Seniorenbegleiter können weiterhin ältere Menschen im Alltag unterstützen, so Petra Heinzel. Über 70 Freiwillige gibt es derzeit, ab November startet ein neuer Qualifizierungskursus. Ein Informationsabend dazu wird für den 22. Oktober organisiert. Wer sich noch zu diesem Ehrenamt fortbilden möchte, hat also noch Gelegenheit, sagt die Leiterin der Stelle, die dem Familienservicebüro angegliedert ist. „Die Qualifizierung gibt den Ehrenamtlichen Sicherheit“, weiß Petra Heinzel. Zudem unterstütze der Kursus die Teilnehmer in der Persönlichkeitsbildung. So geht es zum Beispiel um Erste Hilfe für Senioren und eine Einführung in das Thema Demenz, aber auch um Zeit- und Selbstmanagement. Und die Teilnehmer lernen, eigene Grenzen zu ziehen.

Für das Servicebüro ist die Arbeit der ehrenamtlichen Begleiter gerade in Zeiten des demografischen Wandels unerlässlich, macht Petra Heinzel deutlich. „Wir wollen damit die Menschen unterstützen, dass sie möglichst lange in ihren eigenen vier Wänden leben können.“ Im ersten Halbjahr dieses Jahres zählte sie 38 Einsätze von ehrenamtlichen Seniorenbegleitern, einige davon erstrecken sich über lange Zeiträume.

Von Diane Baatani

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