Eine spezielle Ermittlungsgruppe rollt den Fall neu auf

Seit 17 Jahren vermisst: Katrin Konert (15) aus Kreis Lüchow-Dannenberg

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Mit solchen Plakaten wollten die Ermittler ans Gewissen des mutmaßlichen Entführers appellieren – vergeblich.

Lüchow. Es ist einer der spektakulärsten Vermisstenfälle in der Region, bei dem die Polizei alle Register zog, aber bis heute im Dunkeln tappt: Am Neujahrsabend 2001 verschwand die 15-jährige Katrin Konert aus dem Landkreis Lüchow-Dannenberg.

Jetzt rollt eine Ermittlungsgruppe der Polizei den Fall wieder auf.

Das Mädchen war letztmalig in Bergen/Dumme gesehen worden. Katrin hatte ihren Freund besucht und wollte nach Hause trampen – an einem Abend, als die Straßen spiegelglatt waren. Die Polizei suchte nach ihr mit Plakaten, in diversen Fernsehsendungen – ohne Erfolg. Die 15-Jährige ist bis heute verschwunden.

Eine neu besetzte Ermittlungsgruppe der Kriminalpolizei arbeitet den Fall jetzt in Zusammenarbeit mit der Operativen Fallanalyse (OFA) des Landeskriminalamts Niedersachsen auf. Hierbei soll eine vollständige Neubewertung der Geschehnisse und Erkenntnisse erfolgen. „Wir wollen den Fall nochmals komplett aufrollen. Dabei prüfen wir auch Hypothesen, die möglicherweise bislang nicht oder nur wenig betrachtet wurden“, erklärt Annegret Dau-Rödel, neue Leiterin der Ermittlungsgruppe „Konert“. Neben einer dauerhaften Präsenz in den nächsten Wochen in Bergen (Dumme) werden die Ermittler auch die bewährte, internetbasierte Kommunikationsplattform „BKMS“ ei setzen, die auch anonymen Hinweisgebern absolute Vertraulichkeit und Diskretion gewährleisten soll.

Die 1,60 Meter große, schlanke Katrin Konert hatte schwarz gefärbte, kinnlange Haare und war am Tag ihres Verschwindens mit einer schwarzen Jacke („Bomberjacke“, mit orangefarbenem Innenfutter), einer schwarzen Cordhose, schwarzen Stiefeln sowie einem weißen Rollkragenpullover bekleidet.

Von Thomas Mitzlaff

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