Security in allen Abendzügen

Gedränge an den Türen des Metronom : Mit zusätzlichen Zügen in den Norden will die Uelzener Eisenbahngesellschaft für Entlastung überfüllter Waggons sorgen.

Uelzen - Von Thomas Mitzlaff. Alkoholkonsumverbot, kostenlose Sitzplatzreservierung für Pendler, saubere Züge – der Metronom boomt. Jetzt will die Uelzener Eisenbahngesellschaft auch neue Maßstäbe bei der Sicherheit setzen: „Alle Züge ab 21 Uhr werden künftig mit Sicherheitspersonal besetzt sein“, kündigt Metronom-Sprecherin Hannah Kohn an.

Schon bei der Ausschreibung des neuen Hanse-Netzes, für das der Metronom den Zuschlag bekam, habe die Landesnahverkehrsgesellschaft (LNVG) die Sicherheit in Zügen thematisiert, so Kohn: „Wir haben auf dieses Signal gerne reagiert und werden noch mehr tun als in dieser Ausschreibung gefordert.“ Auf sämtlichen Metronom-Strecken, also auch Hannover-Uelzen-Hamburg, würden ab Fahrplanwechsel im Dezember abends Mitarbeiter des beauftragten privaten Sicherheitsdienstes mitfahren. „Werktags von 21 Uhr bis Betriebsschluss, an Wochenenden und Feiertagen auch noch bis sechs Uhr morgens in den ersten Zügen des Tages, um noch ein Auge auf heimfahrende Partygänger zu haben“, erklärt die Metronom-Sprecherin.

Mit diesem Konzept reagiere man auf den Umstand, dass Sicherheit in den Zügen für Fahrgäste, aber auch für das Personal zunehmend ein Thema sei, betont Kohn. In den so genannten Fußballzügen, die Fans transportieren, würde das Sicherheitspersonal entsprechend verstärkt und auch außerhalb dieser festen Zeiten präsent sein.

Auch den zunehmenden Kapazitätsproblemen soll mit dem Fahrplanwechsel im Dezember Rechnung getragen werden. Bei 90 000 Fahrgästen täglich sind vor allem die morgendlichen und abendlichen Pendlerzüge zwischen Uelzen und Hamburg zeitweilig hoffnungslos überfüllt, da die Züge derzeit nur im Stundentakt pendeln. Zum nächsten Fahrplanwechsel im Dezember 2010 reagiert deshalb die Landesnahverkehrsgesellschaft: „Wir können zwischen Lüneburg und Hamburg eine Vielzahl von Verstärkerzügen einsetzen und so die Pendlerzüge entlasten“, erklärt Kohn. Dazu wurde ein neues Betriebskonzept erarbeitet, in dem die Zahl der Waggons verändert wird. „Außerdem gibt es zusätzliches Wagenmaterial“, so Kohn.

So werden die Metronom-Züge zwischen Uelzen und Hamburg künftig mit sieben statt bisher acht Waggons fahren, dafür werden die Metronom-Regionalzüge zwischen Lüneburg und Hamburg künftig mit einem Wagen mehr und vor allem auch viel häufiger fahren. Denn zwischen Lüneburg und Hamburg fährt der Metronom im Hamburger Verkehrsverbund (HVV), in diesem Streckenabschnitt sind die Züge regelmäßig überfüllt.

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