Die Erststimme entscheidet, wer den Kreis Uelzen künftig in Hannover vertritt

Sechs wollen in den Landtag

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Für die CDU holte Jörg Hillmer vor vier Jahren mit den meisten Erststimmen das Direktmandat im Wahlkreis Uelzen.

Uelzen. Die Uelzener haben die Wahl: Wer soll den hiesigen Landkreis im nächsten niedersächsischen Landtag vertreten?

Fünf Männer und eine Frau bewerben sich bei der Wahl am kommenden Sonntag um die Erststimme der Bürger im Wahlkreis 47, der aus dem Landkreis Uelzen und der Samtgemeinde Ilmenau (Melbeck, Barnstedt, Deutsch Evern, Embsen) besteht.

Fest steht schon jetzt: Nur wer die meisten Erststimmen holt, wird auch tatsächlich in den Landtag einziehen; auf den Listenplätzen sind die Uelzener Kandidaten weit hinten oder gar nicht erst aufgeführt.

Für die CDU holte Jörg Hillmer vor vier Jahren mit den meisten Erststimmen das Direktmandat im Wahlkreis Uelzen.

Angeführt wird das Sextett auf dem Stimmzettel vom Suderburger Jörg Hillmer (CDU), der den Wahlkreis 2013 direkt gewann. Seine schärfste Konkurrentin war damals Sylvia Meier von der SPD; diesmal schicken die Sozialdemokraten Andreas Dobslaw ins Rennen. Heiner Scholing, der für die Grünen vor vier Jahren ein achtbares Ergebnis erzielte, zog damals über die Landesliste in den Landtag. Scholing tritt nicht wieder an, für ihn nominierten die Grünen Martin Feller aus Bad Bevensen für das Direktmandat.

Ergänzt werden die Bewerber durch FDP-Urgestein Rainer Fabel, Maik Hieke (AfD) und Kathrin Otte (Die Linke). Die AZ stellt die sechs Bewerber heute und morgen vor, den Auftakt machen heute die Vertreter der (bislang) kleinsten Parteien.

Derweil wollen bei der Landtagswahl so viele Wähler wie noch nie ihre Stimme per Briefwahl abgeben oder haben dies bereits getan; Ursache dafür dürften die Herbstferien sein, durch die viele Bürger am Wahlsonntag verreist sind. Ein weiterer Grund ist, dass Bürger die Unterlagen seit 2008 ohne spezielle Begründung beantragen können – inzwischen auch problemlos online.

Von Thomas Mitzlaff

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