Sechs Stufen für Sozialstaffel

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Die Eltern der Kindergarten- und Krippenkinder in der Samtgemeinde Suderburg müssen sich ab Januar auf eine Erhöhung der Beiträge einstellen.

Suderburg - Von Jörn Nolting Eine neue Sozialstaffel für die Elternbeiträge für die Kindergärten und Krippen der Samtgemeinde Suderburg hat der Rat der Samtgemeinde während seiner jüngsten Sitzung am Mittwoch beschlossen. Mit knapper Mehrheit wurde dem Vorschlag der Verwaltung zugestimmt und der Vorschlag der Gruppe aus SPD, WSL und Grünen abgelehnt. So wird es auch künftig sechs Stufen geben, in die die Eltern eingeteilt werden. Der monatliche Beitrag für Kindergartenkinder schwankt dann zwischen 82 und 154 Euro, für Krippenkinder zwischen 90 und 168 Euro je nach dem Einkommen der Eltern.

„Die Richtlinien mussten überarbeitet werden“, erklärte Reinald Müller von der Samtgemeindeverwaltung. Die bestehende Sozialstaffel wird um zehn Prozent in allen Stufen erhöht. „Die Einkommensgrenzen für Krippenkinder sind identisch mit den Kindergartenkindern“, erläuterte der Allgemeine Vertreter des Samtgemeindebürgermeisters Friedhelm Schulz.

Die Gruppe reichte im Laufe der Sitzung einen weitergehenden Antrag ein. Demnach wird das bereits bestehende Modell um zwei weitere Stufen ergänzt. Gruppensprecher Hans-Hermann Hoff (Grüne) erläutert den Hintergrund: „40 Prozent der Eltern befinden sich in der höchsten Stufe. Entweder liegt das Gehalt eines Teils der Eltern noch wesentlich höher oder sie haben keine Einkommenserklärung abgegeben.“ Um soziale Gerechtigkeit geht es der Gruppe. „Wir wollen von den Besserverdienenden mehr Kosten rausholen“, erklärt Hans-Hermann Hoff.

„Die CDU hat im Samtgemeindeausschuss dagegen gestimmt“, verkündete Fraktionssprecher Wilhelm Schröder. Sie sehen in dem Konzept der Verwaltung bereits eine soziale Komponente und halten die Spanne zwischen erster und achter Stufe für zu groß. „Wir lehnen das achtstufige Modell ab“, bekräftigte Schröder. Auch Jörg Hillmer unterstrich die Ablehnung des Modells der acht Stufen: „Ich bin gegen die Erhöhung von 34 Prozent für die höchste Stufe. Ein ganzer Teil der Eltern ist das Verfahren, ihr Einkommen darzustellen, viel zu kompliziert. Diejenigen bringen wir dazu, die Hosen runterzulassen oder 34 Prozent mehr zu bezahlen.“ Das sah Hans-Jürgen Drögemüller anders: „Starke Schultern sollen die Schwachen tragen.“

In dem achtstufigen Modell der Gruppe schwanken die Elterngebühren zwischen 82 in der niedrigsten und 187 Euro pro Monat in der höchsten Stufe. Für die höchste Stufe handelt es sich im Vergleich zum Modell der Verwaltung um eine Erhöhung um 34 Prozent.

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