Polizei-Verkehrsexperte äußert sich zu geplantem Angebot

E-Scooter-Dienst in Uelzen: Es gibt Risiken

Auf Geh- und Radwegen abgelegte E-Scooter können für andere Verkehrsteilnehmer zum Risiko werden.
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Auf Geh- und Radwegen abgelegte E-Scooter können für andere Verkehrsteilnehmer zum Risiko werden.
  • Norman Reuter
    vonNorman Reuter
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Ein E-Scooter-Sharing-Dienst ist für Uelzen geplant. Polizeiverkehrsexperte Andreas Dobslaw gibt dabei zu bedenken: Abgelegte E-Roller auf Geh- und Radwegen können eine Gefahr im Straßenverkehr darstellen. Und: Es gelten Promille-Grenzen.

Uelzen – Mit dem E-Scooter durch Uelzen? Wie berichtet, plant ein Unternehmen in der Hansestadt, bis zu 100 Roller mit Elektroantrieb zu stationieren, damit diese gemeinschaftlich genutzt werden können. Andreas Dobslaw, Verkehrsexperte in der hiesigen Polizei-Inspektion, gibt auf Nachfrage der AZ zu bedenken: Sichergestellt werden sollte, dass die E-Scooter nicht einfach abgelegt werden. „Liegende Roller auf Verkehrsinseln, womöglich auf Radwegen, und das nachts, stellen eine Gefahr im Straßenverkehr dar.“

Für eine Fahrt mit dem E-Scooter müssen Nutzer keinen Helm tragen, auch keinen Führerschein besitzen. Aber es gilt die Straßenverkehrsordnung und damit auch die Promillegrenzen. „Ein E-Scooter dient dazu, Distanzen leichter zurückzulegen. Es ist kein Ersatz fürs Auto, wenn jemand getrunken hat“, sagt der Polizist. Würden die Promillegrenzen nicht eingehalten, „hat das Konsequenzen.“ In Deutschland werden Trunkenheitsfahrten ab 0,5 Promille geahndet.

Dobslaw appelliert auch an den Eigenschutz. Die Roller verfügten über kleine Räder, was zu beachten sei. Aus Lüneburg wisse er auch, dass E-Scooter-Fahrer durch die Fußgängerzone rollen. „Das wird in Uelzen an Markttagen zum Thema.“ Es sei dann an der Polizei, die Verkehrsräume zu überwachen. nre

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