Mit Oldies durch die Sommernacht

Schweißtreibende Musik mit „The Fam Four“ im Neuen Schauspielhaus

„The Fam Four“ heizten im Neuen Schauspielhaus ordentlich ein: Knut Hartmann (links), Thomas Butt, Patricia Butt und Ralf Hartmann.
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„The Fam Four“ heizten im Neuen Schauspielhaus ordentlich ein: Knut Hartmann (links), Thomas Butt, Patricia Butt und Ralf Hartmann.

Uelzen – Mit dem Sound der Beach Boys begannen die vier Familienmusiker der „Fam Four“ den Samstagabend im vollbesetzten Neuen Schauspielhaus. Es war gut warm im Theater, auch ohne die schweißtreibende Musik derer da oben auf der Bühne.

Für Knut Hartmann am Bass, Thomas Butt, Gitarre, Patricia Butt und Ralf Hartmann, Melodie-Gitarre, kam noch das Scheinwerferlicht hinzu, was die vier Familienmitglieder aber nicht davon abhielt, mit ihrem musikalischen Ausflug in die 50er- und 60er-Jahre mächtig für Stimmung zu sorgen.

Patricia Butt, Tochter von Knut Hartmann, verheiratet mit Thomas Butt, war nicht nur als Sängerin präsent, sondern sorgte als Dampfplauderin für die Ansagen der einzelnen Titel. Ralf Hartmann, jüngerer Bruder von Knut, wurde von dieser als „Nachtigall von Eppendorf“ bezeichnet – das Publikum erfuhr, dass die Brüder aus Hamburg angereist waren.

Dort machten die Hartmann-Brüder schon Mitte der 1960er-Jahre ihre ersten Bühnen-Erfahrungen, entdeckten 1972 den Rock‘n‘Roll für sich und machten als „Franny & The Fireballs“ Musik der guten alten Art. 1997 kam Patricia als Frontfrau zu der Band, 2016 schloss sich der Kreis zu den „Fam Four“ - Patricia hatte zwischenzeitlich ihren Thomas geheiratet, der auch bei den „Hot Birds“ singt und die Gitarre spielt.

Im Neuen Schauspielhaus trafen sie auf textsichere Zuhörer, die teils mit großer Begeisterung mitsangen. Peter Kraus‘ „Mit siebzehn“ brachte Thomas Butt mit angedeutetem Hüftschwung zur Geltung und verführte einige Gäste zum Tanzen. Großartig auch Patricias stimmgewaltige Version von „Stand by your man“ und ihr Mundharmonika-Spiel bei „Marina“. Der mit Ralf Hartmanns gekonntem Gitarren-Solo gekrönte „Folsom Prison Blues“ riss das Publikum zu starkem Zwischenbeifall hin. Nach fast drei Stunden endete mit „Da Doo Ron Ron“ als Zugabe eine wunderschöne musikalische Erinnerungsreise.

VON FOLKERT FRELS

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