Einsatzkräfte ziehen Bilanz der Gewitternacht: Die Schäden hielten sich im Kreis Uelzen in Grenzen

Schweinestall mit 400 Tieren evakuiert

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Spektakulärer Anblick am Ortsrand von Abbendorf: Eine 150 Jahre alte Eiche steht in hellen Flammen.

tm Uelzen/Landkreis. Dramatische Szenen nach sintflutartigen Regenfällen am Sonntagabend kurz vor 21 Uhr in Stütensen bei Rosche: Ein mit 400 Tieren belegter Schweinestall drohte im wahrsten Sinne „abzusaufen“. Helfern gelang es, die Schweine aus dem Stall zu treiben.

Die Feuerwehr pumpte das Wasser ab, es entstanden keine Schäden.

Zahlreiche Einsätze, doch in den meisten Fällen ging alles glimpflich ab – diese Bilanz ziehen Polizei und Feuerwehr nach der heftigen Gewitternacht. Insgesamt elf Mal mussten die Wehren ausrücken, neben dem Waldbrand bei Hösseringen (AZ berichtete) und der Evakuierung des Schweinestalls gab es vor allem im Raum Wrestedt und Bodenteich vollgelaufene Keller.

Leidtragende waren am Sonntagabend vor allem Bahnreisende. So fuhr zwischen Hamburg und Hannover zeitweilig kein Fernzug mehr. Die Uelzener Eisenbahngesellschaft Metronom versuchte den Verkehr zwar aufrecht zu erhalten, doch auch hier gab es stundenlange Verspätungen. Besonders schlimm erwischte es Fahrgäste eines ICE von Hannover nach Berlin. Er blieb bei Gifhorn stehen, die Reisenden wurden nach Stunden in Bussen in eine Notunterkunft transportiert.

Mehr als drei Stunden waren die Feuerwehren im Wald bei Hösseringen im Einsatz.

Spektakulär war ein Feuerwehreinsatz am Ortsrand von Abbendorf bei Bad Bodenteich. Nach einem Blitzschlag geriet eine etwa 150 Jahre alte Eiche in Flammen und brannte wie eine Fackel. Das Übergreifen des Feuers auf eine angrenzende Strohmiete konnte verhindert werden. Da die zuständige Feuerwehr Bodenteich parallel mehrere Einsätze hatte, wurden zusätzlich die Wehren Lüder, Langenbrügge und Schafwedel mit alarmiert.

Deutlich aufwändiger waren die Löscharbeiten bei einem Waldbrand in der Nähe von Hösseringen (AZ berichtete). Dort wurden 90 ehrenamtliche Brandschützer sowie Kräfte des Rettungsdienstes und der Forst alarmiert. Zuvor hatte die Waldbrand-Überwachungszentrale Lüneburg eine Rauchentwicklung in dem Gebiet zwischen Museumsdorf und Weyhausen gesichtet. Mit sogenannten Feuerpatschen, Schaufeln und dem Einsatz von Wasser wurde das Bodenfeuer mehr als drei Stunden bekämpft. Neben Tanklöschfahrzeugen kamen zur Unterstützung zwei landwirtschaftliche Fahrzeuge in den Wald und versorgten die Helfer mit Güllefässern voller Löschwasser.

Von Thomas Mitzlaff

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