Nach der Trockenheit fühlen Holdenstedter sich im Stich gelassen – und legen Hand an

Schwäne und Muscheln gerettet

+
Ausgetrocknet – so sah der obere Teich im September aus. Ein Holdenstedter leitete deshalb 90.000 Liter Wasser ein.

hi Uelzen-Holdenstedt. Für die Tierwelt in und auf den Holdenstedter Teichen war es in diesem ungewöhnlich trockenen Sommer eine Katastrophe. Selbst die ältesten einheimischen Bürger hatten diesen Zustand noch nicht erlebt.

Der gesamte Fischbestand an Karpfen, Schleien, Hechten und weiteren bis zu diesem Zeitpunkt dort vorhandenen Wasserbewohnern war bis auf eine geringe Menge ausgelöscht. Da aus behördlicher Sicht so gut wie nichts unternommen wurde – nur die Kadaver wurden eingesammelt – sind letztendlich einige Holdenstedter Bürger tätig geworden. Jetzt wurden die Arbeiten abgeschlossen.

So hat ein Holdenstedter mit der Beschaffung und Einleitung von 90 000 Litern Wasser in den oberen Teich dafür gesorgt, dass anfangs vier von den sechs im Schlamm feststeckenden Jungschwänen auf der nun geschaffenen Wasserfläche endlich die ersten Anlauf- und Flugversuche starten konnten. Vorher hatte dieser Bürger mit einer Helferin tagelang, morgens und abends, die ausgehungerten Jungschwäne mit Nahrung versorgt.

Im unteren, an den Sportweg angrenzenden Teich, waren zwei weitere Bürger tätig. Von den dort rund 100 unter Artenschutz stehenden handtellergroßen Teichmuscheln, die in den ausgetrockneten Schlammspalten feststeckten, konnten 30 gerettet werden. Nach inzwischen dreimonatigem Aufenthalt in privaten Gartenteichen wurden die Muscheln jetzt, nachdem der Teich wieder einen ausreichenden Wasserstand erreicht hat, in ihr heimisches Revier ausgesetzt.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare