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Schutzzone für Busfahrer: Passagiere steigen in Uelzen nur noch hinten ein

Ein rotes Kreuz an den Einstiegstüren signalisiert es: Die Busse in Stadt und Landkreis Uelzen dürfen nur noch durch die hinteren Türen betreten oder verlassen werden.
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Ein rotes Kreuz an den Einstiegstüren signalisiert es: Die Busse in Stadt und Landkreis Uelzen dürfen nur noch durch die hinteren Türen betreten oder verlassen werden.

Uelzen/Landkreis – Um die Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern, haben die Uelzener Stadtwerke und die RBB beim Busverkehr in Stadt und Landkreis vorsorgliche Maßnahmen ergriffen. Der Kontakt zwischen Fahrgästen und Busfahrern soll so gering wie möglich gehalten werden.

„Der Ein- und Ausstieg findet aktuell nur durch die hinteren Türen im Bus statt und auch die ersten Busreihen sind abgesperrt, um die Distanz zu wahren“, heißt es dazu von Franziska Albrecht, Marketing-Leiterin der Stadtwerke, auf AZ-Anfrage.

Auch die Deutsche Bahn als Muttergesellschaft der RBB weist auf ihrer Internetseite darauf hin, dass der Einstieg nur noch über die hinteren Türen erfolgen soll und dass die Sitzreihen hinter den Fahrern zum Schutz der Mitarbeiter abgesperrt werden. Diese Maßnahmen sollen voraussichtlich bis zum Beginn der Osterferien in Niedersachsen am 30. März gelten.

Darüber hinaus wurde die Fahrkartenpflicht in den Bussen bis auf Weiteres aufgehoben. Dazu Franziska Albrecht: „Da sich die Fahrkartendrucker und das Kassensystem vorne bei den Busfahrern und -fahrerinnen befinden und diese aktuell so gut wie möglich isoliert werden, können zurzeit keine Tickets im Bus gelöst werden.“ Eine Möglichkeit, Fahrkarten extern zu kaufen, bestehe ebenfalls nicht, wenngleich mögliche Alternativen momentan geprüft würden, so Albrecht weiter.

Dennoch sei ein spürbarer Rückgang der Fahrgastzahlen zu beobachten. Über konkrete Zahlen hierzu könne man aber bisher keine Auskunft geben. Von einem solchen Rückgang berichtet auch die Bahn: „Aufgrund der zahlreichen Einschränkungen in öffentlichen Bereichen, wie Schulschließungen, ist ein Rückgang der Fahrgastzahlen zu verzeichnen“, so eine Sprecherin.

Der Landkreis teilt außerdem mit, dass im Busverkehr aufgrund der Schulschließungen ab heute auf den Ferienfahrplan umgestellt wird. Grund sei auch die geringe Nutzung der Notbetreuung in Schulen.

Sollte eine Beförderung für Schüler notwendig sein, die nicht vom Ferienfahrplan abgedeckt ist, können sich Betroffene unter der Telefonnummer (0581) 827 93 an den Landkreis wenden.

VON DANIEL BIELING

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