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BBS II-Schultrakt kommt später

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Von: Norman Reuter

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Abriss eines Traktes der BBS II in Uelzen
Zurzeit läuft der Abriss eines Traktes, um Platz für das neue Gebäude zu schaffen. © Reuter, Norman

Die Nachricht schlägt im Schulausschuss ein wie eine Bombe: Beim Bau des neuen BBS II-Gebäudes an der Esterholzer Straße gibt es Probleme. Das Vergabeverfahren für die Rohbau-Arbeiten muss gestoppt werden.

Uelzen/Landkreis - Beim Bau des neuen Gebäudes für die Berufsbildenden Schulen II, Georgsanstalt, an der Esterholzer Straße in Uelzen, kommt es zu Komplikationen. Ein geplanter Bezug im Frühjahr 2024 steht infrage. Wie Dr. Julia Baumgarten, Dezernentin beim Landkreis Uelzen, jetzt im Schulausschuss berichtete, müsse das Vergabeverfahren für die Rohbau-Arbeiten aus formellen Gründen aufgehoben werden. Das habe das Rechnungsprüfungsamt der Kreisverwaltung mitgeteilt. Weitere Details nannte sie nicht.


Wie berichtet, war mit dem Bauprojekt in den Osterferien begonnen worden. Geplant wurde für die BBS II ein Gebäude mit Unterrichtsräumen und innovativem Lüftungssystem. Die BBS II hatte den Platzbedarf angemeldet, nachdem Unterrichtsräume, die sie in zurückliegenden Jahren in der benachbarten Hermann-Löns-Schule nutzte, abgegeben werden mussten. Für den Neubau laufen zurzeit bereits Abrissarbeiten an einem alten Schultrakt, um Platz zu schaffen.

Wann aber das neue Gebäude gebaut wird, ist unklar. Wie Baumgarten im Schulausschuss sagte, wolle der Kreis zunächst die weitere Planungsergebnisse zum Schulcampus abwarten. Die Berufsbildenden Schulen I und II sollen an der Wilhelm-Seedorf-Straße und Esterholzer Straße künftig als ein großer Schulcampus arbeiten, dazu sind auch umfangreiche Anbauten an der BBS I geplant. Der Standort der BBS I an der Scharnhorststraße soll dann aufgegeben werden.

Im Schulausschuss sorgte die Nachricht zum Vergabeverfahren für Entsetzen. Es wurde sogar befürchtet, dass damit die gesamte Schulcampus-Planung infrage gestellt sein könnte. Kerstin Eichblatt, stellvertretende Leiterin der BBS I, meinte: „Das ist ein Brett. Wir arbeiten intensiv an dem Projekt. Wir erhoffen uns, eine zukunftsorientierte Schulbildung.“

Karsten Jäkel (CDU): „Der Schulcampus ist ein Leuchtturmprojekt. Wir wollen es weiter mit voller Kraft angehen.“ Julia Baumgarten beschwichtigt im Ausschuus wie auch noch einmal gegenüber der AZ: Der Schulcampus stehe nicht infrage. Die Planer seien dafür am Werk. Ergebnisse seien für das zweite Quartal vorgesehen. nre

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