Uelzener programmieren Ausleihsystem / Anfragen aus ganz Deutschland

Schulen wollen LeG-Card

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Schulen aus Schneverdingen und Goslar haben eine Software für LeG-Cards vom Lessing-Gymnasium übernommen. Beim Einscannen der Karten erscheint auf dem Monitor der Schulbuchausleihe, welche Bücher der jeweilige Schüler benötigt.

Uelzen. Nach dem Schuljahr ist vor dem Schuljahr: Für die Schüler des Uelzener Lessing-Gymnasiums (LeG) hat die Organisation der Unterrichtsmaterialien für die Zeit nach den Sommerferien rechtzeitig begonnen.

Geholfen hatte ihnen dabei die LeG-Card, mit der Schulbücher ausgeliehen werden. „Die Software dazu wurde in der Informatik-AG mit Schülern programmiert“, berichtet der zuständige Lehrer Mirek Hancl. Besonders beteiligt daran war Jan Feuchter aus dem elften Jahrgang, der deshalb für zwei Jahre als Ehrenmitglied in der Gesellschaft für Informatik aufgenommen wurde.

Andere Schulen haben Interesse an der Software signalisiert, „zumal sie kostenlos erhältlich ist“, betont Hancl. Das System sei in Schulen in Schneverdingen und Goslar installiert worden. „Anfragen kommen aus ganz Deutschland. Auch andere Schulen in Stadt und Kreis Uelzen werden die Software einsetzen.“

Dafür war eine Schülergenossenschaft gegründet worden, mit der die Jugendlichen auf die Arbeitswelt vorbereitet werden sollen. Die Schülergenossenschaft darf jedoch keine Einnahmen erzielen. „Dies steht deutlich im Widerspruch zum Projekt Nachhaltige Schülergenossenschaften, welches ein offizielles Projekt der UN-Weltdekade ist, das vom Genossenschaftsverband und dem Land Niedersachsen organisatorisch und finanziell unterstützt und von der FH Frankfurt/Main wissenschaftlich begleitet wird“, erläutert der Informatiklehrer. Er leitet daher Anfragen anderer Schulen bezüglich Support an Ehemalige des Lessing-Gymnasiums weiter, die ihre Ausbildung im IT-Bereich begonnen haben.

„Mir liegen Schreiben von angefragten Behörden und Beauftragten vor, die ein Kopfschütteln verursachen“, kritisiert Hancl. „Warum bekommt ein solches Projekt nicht zum Beispiel eine offizielle Sondergenehmigung bezüglich der Einnahmen erteilt, beispielsweise mit einer finanziellen Deckelung?“ Das LeG habe die Rechtsform einer Genossenschaft gewählt, da „der Mensch im Mittelpunkt steht und nicht der Gewinn“. „Dennoch sind Einnahmen notwendig, um die Ziele der Genossenschaft umsetzen und den Schülern den Weg in die Berufswelt erleichtern zu können.“

Die Buchausleihe ist nun am LeG elektronisch per Barcode-scanner möglich, Bücherlisten und Rückmeldeformulare sind online im geschützten Bereich zugänglich. Rückmeldeformulare seien elektronisch erfasst worden, ebenso wie während der Ferien auch Überweisungen der Eltern eingegeben werden, sagt Hancl. Bei der Buchausgabe in der ersten Schulwoche werden die Karten eingescannt und daraufhin erscheint auf dem Bildschirm, welche Bücher auszugeben sind.

Von Diane Baatani

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