Kritik an Oberschulen / Lob für Initiative der Rektorinnen

Schulen gehören nun dem Kreis

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Bei der Unterzeichnung: Landrat Dr. Heiko Blume und Uelzens Bürgermeister Otto Lukat.

Uelzen. Der Vertrag zur Übergabe der weiterführenden Schulen der Stadt an den Landkreis ist unterschrieben. Gestern trafen sich Landrat Dr. Heiko Blume und Uelzens Bürgermeister Otto Lukat zur Unterzeichnung.

Seit Wochen unter Hochdruck habe man gearbeitet, um sich den Segen des Landesinnenministeriums zu holen, erklärte Blume gestern. Schwierig war die Übergabe auch deshalb, weil auf den Gebäuden ein Kredit von insgesamt 4,68 Millionen Euro liegt (AZ berichtete). Diese Schulden musste der Kreis übernehmen, indem er der Stadt die Tilgungsleistungen erstattet. Das Innenministerium akzeptierte aber Pläne, nach denen dieser Betrag in Raten abbezahlt wird. Im Kreistag waren sich die Abgeordneten weitgehend einig: Die Übertragung sei „ein solidarischer Akt, der unserer Kommune guttut“, sagte Claus-Dieter Reese (CDU). Durch die gleichzeitige Verwaltung aller weiterführenden Schulen entstünden Synergieeffekte, die er im sechsstelligen Bereich ansiedelte. Jacques Voigtländer (SPD) betonte, dass das Land „ungeheuer mitzieht“, und er lobte die drei Schulleiterinnen Bianca Scharfenstein (Lucas-Backmeister-Schule), Imke Pape (Theodor-Heuss-Realschule) und Dörthe Reinhold (Sternschule), die aus Eigeninitiative ein Modell erstellten, wie man ihre drei Schulen zu einer Oberschule formen könnte. „Ohne sie wäre das nicht möglich gewesen“, so Voigtländer.

Von Kai Hasse

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