Meine Woche in Hannover

Schulen brauchen Klarheit – und Lehrer

In dieser Woche ist es soweit – überall in Niedersachsen werden die Schulzeugnisse ausgeteilt. Das erste Schulhalbjahr ist zu Ende und es zeigen sich die Ergebnisse. Auch die Politik muss in Sachen Schule regelmäßig bewertet werden.

Es ist eine der wichtigsten Aufgaben der Landes Niedersachsen, die Rahmenbedingungen, in denen Schulen in Niedersachsen arbeiten, zu gestalten. Insbesondere braucht gute Schule ausreichend Lehrer.

Die Landesregierung hat von allen Schulen mit dem Stichtag 22.8.2013 die Zahlen zu Klassenbildungen und zu den Lehrerstellen abgefordert. Meine Anfragen zu den Uelzener Schulen aus dem September sind von der Landesregierung bis heute nicht beantwortet worden. Wie ist die aktuelle Unterrichtsversorgung an unseren Schulen? Welche Auswirkungen haben die Umschichtungen von Lehrerstellen niedersachsenweit und an den Uelzener Gymnasien? Wie viele Schulabbrecher werden verzeichnet? Wie ist das Anmeldeverhalten der Eltern für die inklusive Beschulung? Zu all diesen Anfragen, die schon vor Monaten gestellt wurden, gab es die Zwischennachricht der Landesregierung, dass erst die Daten vom Schuljahresbeginn ausgewertet werden müssten, im Dezember sei es voraussichtlich soweit – jetzt haben wir Ende Januar und Rot-Grün lässt weiterhin alles im Unklaren. Mit den Folgen ihrer Schulpolitik wollen sie offenbar nicht rausrücken. Kein Wunder, aber doch ein Armutszeugnis.

Das macht mich skeptisch, ob unsere Schulen wirklich gut mit ausreichend Lehrerstellen versorgt sind. Bislang wurden die Angaben zur Unterrichtsversorgung an den allgemeinbildenden Schulen in Niedersachsen zweimal jährlich erhoben und vom Kultusministerium veröffentlicht. Nun aber wurden die Schulleitungen per Mail von der Landesschulbehörde darüber informiert, dass die Erhebung zur Unterrichtsversorgung zu Beginn des zweiten Schulhalbjahres nicht durchgeführt wird. Das heißt, dass es auf absehbare Zeit keine offizielle Unterrichtsstatistik in Niedersachsen geben wird.

Selbstverständlich erkundige ich mich auch direkt an unseren Schulen. Die Grundlage für zusätzliche Zuweisungen von Lehrerstellen ist aber immer die offizielle Statistik. Die rot-grüne Landesregierung hat ein spezielles Problem mit den Gymnasien. Zum Beispiel hatte das Lessing-Gymnasium im letzten Jahr eine Lehrerversorgung von 107,1 Prozent. Wir wissen schon heute, dass mindestens vier Lehrer gehen müssen, weil die Unterrichtsverpflichtung der Lehrkräfte erhöht wurde. Wie viel weitere Lehrer im nächsten Jahr nicht mehr an dieser Schule sein werden, ist natürlich eine ganz wichtige Frage für die Möglichkeiten, Unterricht und Schulleben zu gestalten. Das gilt für alle anderen Schulen in gleicher Weise. Rot-Grün muss endlich mit offenen Karten spielen: Denn !

Ich habe die herzliche Bitte an alle Eltern, Schüler und Lehrer im Landkreis Uelzen für die Zeit des Blindfluges und der Statistikunterdrückung der Landesregierung: Rufen Sie mich an unter (05 81) 7 60 66 oder schreiben Sie mir, falls Sie den Eindruck haben, dass an Ihrer Schule ein Problem vorliegt. Nur mit einem schnellen Hinweis kann schnell Abhilfe geschaffen werden.

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