Landkreis etabliert Funktechnik / Zudem höhere Budgets für IT-Technik

Schulen im Kreis Uelzen bekommen WLAN

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Die technischen Neuerungen macht es möglich: Mithilfe von Tablets können Schüler inzwischen Sachverhalte im Internet recherchieren. Die Kreismedienstelle will zwei Tabletwagen kaufen.

Uelzen. Aus dem Alltag sind sie nicht mehr wegzudenken: Smartphones und Computer. Und bereits Kinder sind im Umgang mit den digitalen Medien geübt. Für einen Einsatz im Schulunterricht, damit die Möglichkeiten der modernen Technik genutzt werden können, gewährt der Kreis den Bildungseinrichtungen künftig mehr Geld und investiert auch in eine WLAN-Ausstattung.

Der Landkreis beabsichtigt nach Angaben des Ersten Kreisrates Uwe Liestmann, schrittweise an weiterführenden Schulen in der Region WLAN-Netze aufzubauen. Mithilfe der Funklösung können Schüler über Geräte wie Tablets, Smartphones und Computer auf das Internet zugreifen. Jährlich wolle der Kreis zwei weiterführende Schulen mit der Technik ausrüsten, so Liestmann. Vereinzelt wurden Bildungseinrichtungen bereits ausgestattet.

Wer mit digitalen Medien arbeitet, weiß: Geräte können kaputt gehen, Programme müssen regelmäßig auf den neuesten Stand gebracht werden. Für die Ersatzbeschaffung und Neuerungen stockt der Landkreis nun auch die Budgets der Schulen auf. In Summe erhalten sie künftig 144 000 Euro jährlich mehr für den Bereich IT-Technik. Die höheren Budgetsätze wurden nun vom Schul- und Kreisausschuss gebilligt.

Über die Kreismedienstelle sollen die Schulen zudem die Möglichkeit bekommen, Tablets auszuleihen. Zwei sogenannt Tabletwagen mit den entsprechenden Geräten, die sich via Berührung des Bildschirms bedienen lassen, würden angeschafft, so Kreismitarbeiterin Anja Schön in der jüngsten Sitzung des Schulausschusses.

Schulen im Kreis wie das Uelzener Lessing-Gymnasium (LeG) haben bereits begonnen, digitale Medien im Unterricht einzusetzen – allerdings nur im kleineren Rahmen. Das LeG hat selbst drei Klassensätze Tablets anschaffen können, allein bis zur Jahrgangsstufe 10 gibt es am Gymnasium aber 30 Klassen. Elternvertreter Dirk Jaskolla sieht das Land und den Bund in der Pflicht, sich bei der Digitalisierung des Unterrichts einzubringen (AZ berichtete). Vor allem die Fragen, wer die Geräte stellt und wer für die technische Betreuung zuständig sein wird, müssten geklärt werden. Der Kreis weist auf einen angekündigten Fördertopf des Bundes hin. Für einen kreisweiten Einsatz von digitalen Medien hätten die Schulen zudem Medienkonzepte vorzulegen, aus denen dann ein großes Konzept für die Region gestrickt werden soll.

Von Norman Reuter

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