Ein Jahr Oberschule Uelzen: Lehrer stehen noch vor großen Aufgaben / Umzug in 2015

„Schule sucht gemeinsamen Geist“

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Ihren Sitz hat die Oberschule Uelzen in Gebäuden an der Ebstorfer Straße und an der Schillerstraße.

Uelzen. Ein Jahr Oberschule Uelzen: Wo sie nach den ersten 12 Monaten steht, zeigt sich an der bisher erfolglosen Suche nach einem Namen für die Bildungseinrichtung. Die Schüler waren aufgerufen, Vorschläge zu machen.

Eingereicht worden seien viele Ideen, sagt Imke Pape, Direktorin der Oberschule. Dennoch: Einen Namen trägt die Bildungseinrichtung bis heute nicht. Viele Schüler hatten sich bei der Abstimmung für „Theodor-Heuss-Oberschule“ ausgesprochen – angelehnt an die alte Theodor-Heuss-Realschule, die neben den Hauptschulzweigen der Stern- und der Lucas-Backmeister-Schule sowie den Schülern mit besonderem Förderbedarf ein Baustein der Uelzener Oberschule ist. Wer sehr man zunächst mit der Einheit haderte, wurde auch dadurch deutlich, dass der Schulvorstand der Theodor-Heuss-Schule vor der „Geburt“ gegen den Zusammenschluss stimmte. Der ist geschafft, jetzt muss man peu á peu zusammenwachsen – Imke Pape sagt: „Diese Schule sucht noch ihren gemeinsamen Geist“.

Mit diesem Satz verbunden sind auch Fragen zur Unterrichtsgestaltung, die sich die Oberschule noch zu stellen hat. Mit 109 neuen Fünftklässlern ist die Oberschule Uelzen gestartet – frühere Haupt- und Realschüler wurden nun gemeinsam unterrichtet. Mit der Zielvorgabe, dass allen der gleiche Stoff vermittelt wird – zugeschnitten nach den Befähigungen der Schüler. Imke Pape spricht von der „Inneren Leistungsdifferenzierung“. Spätestens ab der Klasse 7 ist jedoch auch eine „äußere Leistungsdifferenzierung“ in Fächern vorgeschrieben. Heißt: Beim Unterrichtstoff wird inhaltlich unterschieden, wie auch bei den Klausuren. Vorstellbar wäre dann, die Schüler je nach Fähig- und Fertigkeiten in eine Hauptschul- und Realschulklasse zu unterteilen. Ein Weg, den Imke Pape, auf keinen Fall gehen möchte. Das sei nicht das Konzept der Oberschule, sagt sie. Wie sich innerhalb einer Klasse die Differenzierung hinbekommen lasse, sei nun die Aufgabe, vor der das Kollegium stehe. „Wir blicken dabei auch in Richtung anderer Oberschulen und ihrer Lösungen“, so Pape. Das Format Oberschule ist noch jung, in Ebstorf entstand vor drei Jahren die erste im Landkreis.

Ebenfalls ein Arbeitsfeld sei auch das Zusammenführen der sehr unterschiedlichen Schüler im Jahrgang fünf. Zwar seien auch schon früher Kinder aus unterschiedlichen Grundschulen im Unterricht an der Realschule oder den Hauptschulen zusammengeführt worden, nun sei die Heterogenität aber größer. „So war ein Schwerpunkt nun bei den fünften Klassen die Vermittlung von sozialen Kompetenzen“, sagt Pape.

Im Blick haben die Schuldirektorin und die Lehrer auch bereits das Schuljahr 2015/16. Noch werden die höheren Jahrgangsstufen an den bisherigen Schulen unterrichtet. Zum übernächsten Schuljahr steht dann der räumliche Wechsel für die restlichen Schüler der Stern- und Lucas-Backmeister-Schule in die Gebäude der früheren Realschule an der Schiller- und der Ebstorfer Straße an. Auch wieder ein Stück mehr Zusammenwachsen sei das, so Pape.

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