Ausschuss bereitet Weg für Förderschulzentrum / Fanz-Josef Kamp: Ambitioniertes Ziel

Schule ohne Schüler

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nre Uelzen/Landkreis. Der Erste Kreisrat Uwe Liestmann hatte im Vorfeld der Schulausschusssitzung von einem „historischen Moment“ gesprochen, wenn sich die Mitglieder des Gremiums für ein Förderschulzentrum im Landkreis aussprechen würden.

Das taten sie am Donnerstagabend einstimmig und bereiteten damit den Weg für die komplette Umstrukturierung der Förderschullandschaft. Wie ausführlich berichtet, hatte eine politische Arbeitsgruppe zusammen mit den Leitungen der bislang im Kreis noch existierenden Förderschulen ein Konzept erarbeitet, wonach alle vier Bildungseinrichtungen in einem Förderschulzentrum zusammengefasst werden sollen. Dieses Zentrum, so Liestmann gestern, werde eine Schule ohne Schüler sein, weil die Kinder und Jugendlichen der bisherigen Förderschulen, wie bei der Inklusion gewünscht, ab dem 1. August entweder zusammen mit Schülern der allgemeinbildenden Schulen oder wie im Fall der früheren Bodwede-Schule in Ebstorf als Klassenverband an der Oberschule in Suderburg unterrichtet würden.

Für das Zentrum selbst, das für Schulleitung und die Lehrer vorgesehen sei, könnten Räume in der Oberschule in Uelzen bereitgestellt werden. Franz-Josef Kamp von der Außenstelle der Schulbehörde Niedersachsen in Lüneburg verwies in diesem Zusammenhang nicht nur auf Entscheidungen zu den Örtlichkeiten, sondern auch zum Schulpersonal. 70 Lehrer seien von der Gründung des Förderschulzentrums betroffen. Es seien arbeitsrechtlichen Fragen zu klären, so Kamp. Auch müsse eine Schulleitung ausgeschrieben werden. Ein Start des Förderschulzentrums zum neuen Schuljahr 2014/2015 nannte er ein „ambitioniertes Ziel“. Zumal die Landesregierung die Inklusion vorantreibe, ohne sie bislang mit Gesetzen auch auf sichere Beine zu stellen.

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