Breakdance-Battle im Theater: 500 Besucher feuern Tänzer an / Titelverteidiger Dominic Nass siegt

„Schoki“ macht"s wieder

Sebastian Mannchen (l.) und Angnoto David Capea (r.) freuen sich mit „Schoki“ alias Dominic Nass.

Uelzen. Als der Sieger bekanntgegeben wurde, brach im Theatersaal an der Ilmenau ein riesiger Jubel aus. Die „Schoki-Schoki-Rufe“ wollten nicht verebben.

Der Sieger des letztjährigen Breakdance-Battles „Style of you“, B-Boy „Schoki“ alias Dominic Nass, gewann auch die dritte Auflage der Veranstaltung am Sonnabend. Dass der Lokalmatador von der Uelzener Breakdance-Gruppe „Dizwon Crew“ nur schwer zu schlagen sein wird, das war den Teilnehmern und auch den etwa 500 Besuchern des Wettbewerbs schnell klar geworden. „Schoki“ setzte schon gleich bei seiner ersten Performance Akzente.

Impressionen vom Breakdance-Battle

Von Kopf bis Fuß: Breakdance-Battle

In einem K.O.-System traten jeweils zwei Tänzer gegeneinander an und die Jury, die sich auch aus Breakdancern zusammensetzte, entschied, wer in die nächste Runde zog. Dies war oft keine leichte Entscheidung, sodass die Breakdancer bei keinem klaren Voting eine „Zugabe“ hinlegen mussten. Besonders beeindruckt zeigte sich die Jury vom elfjährigen Andrej Doos. Er trainiert erst seit einem Jahr, „zeigt aber eine Leistung, bei der wir als langjährige Breakdancer einfach nur staunen können“, meinte Jurymitglied Viktor Albrecht. Die Leistung, sie kommt nicht von ungefähr. Drei Stunden täglich trainiere er die Bewegungen, Sprünge und Tanzschritte, erzählte der Elfjährige. In der zweiten Runde musste Andrej Doos sich dann aber geschlagen geben. Traurig darüber war B-Boy „Kill Kid“, so nennt er sich, nicht. „Die anderen sind ja stark“, sagte er. Und außerdem: „Bei anderen Battles habe ich schon öfter den zweiten Platz gemacht.“

Das Silber am Sonnabend ging an die einzige weibliche Teilnehmerin des Wettbewerbs, der wie schon in den Jahren zuvor vom Stadtjugendring, der Kinder- und Jugendförderung Uelzen zusammen mit der „Dizwon Crew“ organisiert wurde. Die Zweite, Jenny Schulze, aus Hamburg unterlag nur knapp Dominic Nass. Der Hamburgerin winkt aber schon bald womöglich ein anderer Titel. Sie wird im französischen Montpellier Deutschland bei der Breakdance-Weltmeisterschaft vertreten. Die Stimmung dort kann nicht besser sein, als im Uelzener Theater. Die Besucher feuerten die Tänzer mit Applaus und Go-Rufen an. „Ein geiles Publikum“, meinte Gewinner B-Boy „Schoki“.

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Von Norman Reuter

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