Ferienspaß am laufenden Band

Schnuppern in Berufe und Kletterpartie

Gut gemacht: Luca zeigt seiner kleinen Schwester Luisa seinen selbstgebastelten Holzfisch.

Uelzen. Pfeil- und Bogenspiel beim Kindertreff am Emsberg, Malen mit Klebstoff beim Jugendmigrationsdienst und „heute ,Holzfisch am Haken’ im Juz“, zählt der achtjährige Luca begeistert auf, was er im Uelzener Ferienspaßprogramm in diesem Jahr schon mitgemacht hat.

„Mama und ich haben das Heft zusammen durchgearbeitet“, erklärt er eifrig. „Und ich habe dann angekreuzt, was ich gerne machen möchte.“ Einige Angebote sind für ihn und seine kleine Schwester Luisa geeignet. „Den Holzfisch habe ich heute allein gebastelt“, zeigt Luca sein Werk stolz vor. „Wir mussten die Form aus einer dicken Holzplatte aussägen, das wäre für meine kleine Schwester zu schwer gewesen.“

Hoch hinaus: Mit Muskelkraft und ein bisschen Geschick geht es die Kletterwand hoch. Fotos: Jansen

Einige der Kinder bastelten aus dem Holzfisch eine Pinnwand und die anderen erstellten ein Memo-Brett, berichten Claudia Eitel und Anne Möhring, Mitarbeiter des Jugendzentrums Uelzen, nach der Aktion, an der zehn angemeldete Ferienkinder teilnahmen. Morgen geht es für Luca und Luisa erst mal in den Urlaub mit den Eltern an den Timmendorfer Strand. „Aber wenn wir aus dem Urlaub zurück sind, will ich auf jeden Fall noch einen Tag im August zum NABU“, sagt Luca begeistert, „den Termin haben wir schon aufgeschrieben.“

In diesem Moment treffen die ersten Kinder für die zweite Aktion an diesem Tag im Jugendzentrum ein: Klettern an der Kletterwand. Peter Hellström bereitet schon alles vor, legt die Sicherheitsgurte zurecht und entfernt die Sicherungsplatten an der Kletterwand. Da stehen Josepha und Jonas schon bereit. Sie wohnen sonst in Hameln und genießen zwei Wochen Ferien bei ihrer Oma Sigrid Reichert in Oetzen. „Bei unserer Oma ist es immer schön und nie langweilig“, freut sich Jonas über die kurzweiligen Aktionen, die ihre Großmutter mit den beiden Ferienkindern besucht. Wie die Kletterwand funktioniert, wissen die beiden und haben bequeme, aber feste Turnschuhe angezogen. „Das war im Ferienprogramms sehr gut beschrieben“, sagt Sigrid Reichert, „so kann ich die Kinder immer gut auf die Aktionen vorbereiten.“

Besonderen Zuspruch hatten die Motto-Tage „Wo Erwachsene arbeiten“. Bei Steinmetz Meyn, beim Metronom, beim Curanum, bei den Betrieblichen Diensten der Stadt Uelzen und bei Werkhaus waren die Betreuer mit den Kindergruppen, die mit großem Spaß sehr viel lernten. Nach dem Tag beim Metronom war Kai-Uwe noch sicher, dass er später mal bei der OHE arbeiten möchte. Doch schon nach dem Tag bei den Betrieblichen Diensten der Stadt Uelzen ist er ins Grübeln geraten, ob er nicht lieber dort arbeiten möchte, anstatt Lokomotivführer zu werden.

Auch andere Aktionen im Uelzener Ferienspaß laufen wie geschmiert: Die Tagesfahrten zu den Karl-May-Festspielen nach Bad Segeberg und zum Serengeti-Park waren schnell ausgebucht, bestätigen Anne Möhring und Claudia Eitel, die sich gerade auf Ferienfreizeit vorbereiten, in der es nächste Woche mit dem Bauwagen nach Hoya geht. Doch bei gut ein bis drei Veranstaltungen täglich sei sicher für die Daheimgebliebenen noch ausreichend Programm dabei. Das Ferienspaß-Heft ist noch nicht vergriffen – es ist erhältlich im Uelzener Rathaus am Herzogenplatz.

Von Angelika Jansen

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