Viele kulinarische Leckereien und Theaterspaß bei „Bella Italia“ in Uelzens Zentrum / Stadtfrühstück leidet unter Regen

Schnellenmarkt wird zu Klein-Venedig

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Über den Köpfen der „Bella Italia“-Besucher am Schnellenmarkt flatterten unzählige Wäschestücke an Leinen.

Uelzen. „Volare, oh, oh, oh“, schallte es über den Uelzener Schnellenmarkt. Bis Mitternacht ließen es sich die Besucher von „Bella Italia“ bei fast mediterranen Temperaturen ganz nach italienischer Lebensart gut gehen.

Das Kult-Event am Samstagabend und das Stadtfrühstück gestern Vormittag bildeten den Abschluss des Uelzener Kultursommers. Veranstaltet wurde das bunte Wochenende vom City-Management und präsentiert von der AZ.

Italienische „Ragazzi“ mit hübscher weiblicher Begleitung auf Motorrollern durften am Sonnabend bei „Bella Italia“ nicht fehlen.

Begeistert stimmten die Gäste bei „Bella Italia“ mit ein, als die venezianischen Gondoliere der Straßentheater-Gruppe „nonsenso“ singend mit einer Gondel an den Tischen vorbeizogen. „Das ist wie im Urlaub in Italien“, schwärmte ein Besucher. Denn das Ambiente am Schnellenmarkt-Brunnen und an den in grün-weiß-roten Landesfarben dekorierten Tischen war typisch italienisch: Über den Köpfen flatterten Wäschestücke an langen Leinen, dazu gab es Wein und viele Leckereien aus der italienischen Küche.

Mit einer Gondel zogen venezianische Sänger durch die Uelzener Straßen und sangen inbrünstig ihre Lieder.

Und nicht nur das: Zwei „Ragazzi“ brausten auf ihren knatternden Motorrollern umher. Auch ein „Carabinieri“ in italienischer Polizei-Uniform war dabei. Er mischte die Gäste unterhaltsam auf und machte Jagd auf den vermeintlichen Dieb eines Perlen-Colliers, über dessen Verlust zwei heißblütige Italienerinnen lauthals lamentierten. In Verdacht geriet zeitweise auch Bürgermeister Jürgen Markwardt, der sich aber geschickt und schlagfertig gegen den italienischen Wortschwall der Theatertruppe aus der Affäre zog, als er Alibi-Zeugen angeben konnte.

Maike und Matthias Zilz aus Emern (links) gehörten zu den wenigen Gästen, die gestern im strömenden Regen das Stadtfrühstück besuchten. Unterhalten wurden sie von der Theatergruppe „nonsenso“.

So sommerlich das Wetter am Sonnabend war, so regnerisch präsentierte es sich gestern Vormittag. Trotzdem zog es einige Fans des Stadtfrühstücks zum Schnellenmarkt-Viertel. Sie kamen aber ohne Brötchen und Thermoskannen mit Kaffee, sondern wollten nur mal schauen – gefrühstückt hatten sie lieber zuhause im Trockenen. Anders als Maike und Matthias Zilz aus Emern, die tapfer ihren Frühstückskorb auspackten und sich unter dem Regenschirm von Liedern und Gedichten der „nonsenso“-Theaterleute unterhalten ließen. „Jetzt erst recht“, sagte Matthias Zilz vom Oldtimerhof. Er wisse genau, wie das Wetter einem einen Strich durch eine noch so liebevoll vorbereitete Veranstaltung machen könne.

Von Angelika Jansen

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