Das Netz als Konkurrenz: Handel diskutiert über längere Geschäftszeiten

Schluss mit Ladenschluss?

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Wie kann sich die Uelzener Fußgängerzone gegenüber dem Netz behaupten? Der Handel diskutiert über längere Ladenöffnungszeiten. Uwe Schwenke vom Handelsverein Uelzen meint jedoch, dass Service und gute Beratung wichtiger sind.

Uelzen/Landkreis. Das Internet ist die neue Fußgängerzone. Ein Zuwachs von 12 Prozent der Online-Geschäfte wurde allein im vergangenen Jahr im Bundesgebiet verzeichnet. Auf diese Entwicklung reagiert der Handel derzeit mit einer Diskussion um Ladenöffnungszeiten.

Der Handelsverein Deutschland (HDE) sieht längere Geschäftszeiten als Chance, um wieder Boden gut zu machen. Ein Argument, das auch Heinz Georg Frieling nicht fremd ist. Der Geschäftsführer des Einzelhandelsverbandes Harz-Heide jedoch nennt die losgetretene Debatte ein „Scheingefecht“.

In Niedersachsen sind die Geschäftszeiten bereits weitestgehend liberalisiert. Die Geschäfte dürfen ohne Einschränkungen öffnen, wenn sie wollen 24 Stunden lang. Mit Ausnahme der Sonntage, schildert Heinz Georg Frieling. Doch die Regelung werde nur selten ausgereizt. „Es besteht der Bedarf dafür nicht“, sagt er. Denn durch längere Öffnungszeiten würden, das habe die Vergangenheit gezeigt, nicht automatisch mehr Kunden angelockt. „Der Verkauf der Waren verteilt sich nur anders“, sagt der Geschäftsführer.

In der Konkurrenz zum Netz bestehen, davon ist der Vorsitzende des Uelzener Handelsverein, Uwe Schwenke, überzeugt, wird nur wer das Einkaufen zu einem Erlebnis mache – und dies durch eine gute Beratung, ein schönes Ambiente und einen entsprechenden Service für den Kunden.

Von Norman Reuter

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