Drei Flächen für Gebäude: Entlang der Straße sowie zwischen St. Nicolai und Mühle

Schloss Holdenstedt: So könnte gebaut werden

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Drei mögliche Baufelder (orange) wurden ausgewiesen – rechter und linker Hand zum Haupttor und zwischen St. Nicolai und Mühle (bestehende Gebäude sind grau schraffiert).

Uelzen-Holdenstedt. Wer durch das Eingangstor auf das Gelände des Holdenstedter Schlosses tritt, stößt gleich auf einen Lageplan; er zeigt den Verlauf von Straßen und der Hardau, gibt Aufschluss zum Baumbestand, und die bestehenden Gebäude sind eingezeichnet.

In unmittelbarer Nähe zu diesem installierten Lageplan könnten einmal neue Gebäude stehen, entlang der Schlossmauer, rechter und linker Hand des Eingangstors.

Das geht aus Kartenmaterial der Stadt Uelzen hervor, in dem Baufelder ausgewiesen sind. Wie berichtet, hatte die Stadt bei ihrer Suche nach einem Käufer für das Schloss klären lassen, ob und wo eine Bebauung des Areals in Frage kommt. Das Ergebnis ist festgehalten in einem Bauvorbescheid. Nachdem ein Hamburger Unternehmen aus der Pflegebranche sein Interesse an dem Schloss und dem umliegenden Gelände bekundete, um dort Wohnplätze für Senioren zu schaffen, und nachdem sich eine Mehrheit im Verwaltungsausschuss dafür aussprach, dass die Stadt mit dem Unternehmen über einen Kauf verhandeln soll, war Kritik an einer möglichen Bebauung des Areals laut geworden. Judith Libuda (Grüne) forderte, dass die Stadt doch den Bescheid veröffentlichen solle, damit sich jeder Einwohner ein Bild davon machen könne, wie sich das Schloss-Ensemble mit einer Bebauung verändere. Mit dieser Forderung konfrontiert, schickte die Stadt auf AZ-Anfrage das Kartenmaterial.

Demnach ist eine Bebauung nicht nur rechter und linker Hand des Haupttors denkbar, sondern auch zwischen der St. Nicolai-Kirche und der Mühle. Die Mühle, wohl Anfang des 20. Jahrhunderts erbaut, ist bewohnt. In St. Nicolai werden regelmäßig Gottesdienste gehalten. Wie die Stadt zu dem Kartenmaterial erklärt, plane das Hamburger Unternehmen konkret zunächst den Bau von zwei Gebäuden an der Schlossstraße. Das dritte Baufeld stehe für eine etwaige spätere Bebauung zur Verfügung. Wie berichtet, trägt sich der mögliche Käufer auch mit Plänen, eine Pflegeeinrichtung aufzubauen. Nach AZ-Informationen wurden bislang keine Pläne darüber vorgelegt, wie die Gebäude gestaltet werden sollen.

Von Norman Reuter

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