Auf Uelzener Tatverdächtigen wartet ein Strafbefehl wegen Verstoß gegen Betäubungsmittelgesetz

Schleuser-Verfahren eingestellt

An der Durchsuchung von Uelzener Wohnungen war auch die Antiterroreinheit der GSG 9 beteiligt. Foto: Archiv

Uelzen. Gegen zwei Uelzener ist ein Verfahren wegen gewerbs- und bandenmäßigen Einschleusens eingestellt worden. Die Staatsanwaltschaft Lüneburg hatte vermutet, dass die Tatverdächtigen illegale Transporte von Syrien nach Deutschland organisierten, die Fahrer pro Tour entlohnten und auch aufenthaltsrechtliche Dokumente fälschten.

Daher hatten im vergangenen Mai mehr als 200 Beamte der Bundespolizei acht Gebäude in Uelzen durchsucht.

Insgesamt war gegen fünf Tatverdächtige aus Uelzen zwischen 27 und 45 Jahren ein Verfahren eingeleitet worden, gegen zwei davon wurde von der Lüneburger Staatsanwaltschaft ermittelt. Während das Verfahren wegen Schleusung gegen die zwei Uelzener eingestellt wurde, hat die Lüneburger Staatsanwaltschaft jedoch gegen einen der beiden einen Strafbefehl wegen Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz gestellt.

Das Amtsgericht Traunstein, wo ein Schleusungsfall bekannt geworden war, hatte im Mai eine Summe von 530 000 Euro als sogenannten Arrestbeschluss gefordert. Gegen drei weitere Uelzener, bei denen auch Schusswaffen, Munition und ein Schalldämpfer gefunden worden waren, steht ein Beschluss der dortigen Staatsanwaltschaft noch aus.

Mit der Durchsuchung war außerdem ein weiterer Fall verbunden. Denn als die Beamten der GSG 9 vor der Tür einer Immobilie in der Uelzener Innenstadt auf den Start der Durchsuchung warteten, warf ein Unbeteiligter aus einem oberen Stockwerk einen Sack mit 800 Gramm Marihuana aus dem Fenster – beinahe in die Hände der Beamten. Mit einer Anklage der Staatsanwaltschaft gegen diesen Mann beschäftigt sich das Uelzener Schöffengericht.

Von Diane Baatani

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