Bauwerk in Esterholz für Schifffahrt freigegeben / Maßnahmen kosten acht Millionen Euro

Schleuse Uelzen II: Sanierung abgeschlossen

Für ein Kostenvolumen von circa acht Millionen Euro ist die Schleuse Uelzen II in Esterholz umfangreich saniert worden. Seit wenigen Tagen ist das Bauwerk wieder für die Schifffahrt freigegeben.
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Für ein Kostenvolumen von circa acht Millionen Euro ist die Schleuse Uelzen II in Esterholz umfangreich saniert worden. Seit wenigen Tagen ist das Bauwerk wieder für die Schifffahrt freigegeben.

Die umfassenden Sanierungsarbeiten an der Schleuse Uelzen II in Esterholz sind jetzt abgeschlossen worden.

Uelzen – Das hat das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Mittellandkanal/Elbe-Seitenkanal mitgeteilt, das aus den drei Ämtern Braunschweig, Minden und Uelzen entstanden ist.

„Im Zuge dieser Maßnahmen wurden weitere aufwendige Instandsetzungen an Verschlüssen, Schwimmpollern und Sparbecken vorgenommen“, so die Behörde. Zum 13. Januar sei die Schleuse Uelzen II wieder für die Schifffahrt freigegeben worden, heißt es in einer Pressemitteilung.

Martin Köther, der Amtsleiter des zuständigen Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Mittellandkanal/Elbe-Seitenkanal, wird so zitiert: „Ich bin davon überzeugt, dass die getroffenen Maßnahmen die Zuverlässigkeit und Widerstandsfähigkeit der Schleuse Uelzen II erheblich gesteigert haben. Das kommt der Schifffahrt zugute.“

Nach einem Kurzschluss im März 2018 habe die gesamte Energieversorgung und Steuerungstechnik der Schleuse erneuert werden müssen. Die Kosten der Sanierung liegen nach Angaben des Amtes bei insgesamt circa acht Millionen Euro.

Im Zuge des Baus des Elbe-Seitenkanals war die Schleuse Uelzen I in den Jahren 1970 bis 1975 als sogenannte Sparschleuse gebaut und 1976 in Betrieb genommen worden. Bereits Anfang der 1990er Jahre traten hier aber erste Standsicherheitsprobleme auf, die zum Bau der Schleuse Uelzen II führten. Diese wurde 2006 nach einer Bauzeit von rund acht Jahren für den Verkehr freigegeben. Mit beiden Schleusen können Schubverbände bis zu einer Länge von 185 Metern einen Höhenunterschied von 23 Metern überwinden.

Der Elbe-Seitenkanal (ESK) schließt zusammen mit der Elbe den Seehafen Hamburg an das deutsche Binnenwasserstraßennetz an und ist damit die zentrale Hinterland-anbindung des Hamburger Hafens. Größte Vorteile des ESK gegenüber der Elbe sind nach Angaben des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes die immer ausreichende Wassertiefe für die verkehrenden Schiffe und die erheblich kürzeren Wegstrecken zu den Binnenhäfen.

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