Schlechte Luft auch im LeG

Ursula Schreiter-Antonius, Leiterin des Uelzener Herzog-Ernst-Gymnasiums, verfolgte am Mittwoch die vierte Luftmessung des Landesgesundheitsamtes in Raum 128.

Uelzen - Von Bernd Schossadowski. Schon seit Monaten rätseln Schulleitung, Stadt Uelzen und Experten vom Gesundheitsamt, woher die Raumluftbelastung im Anbau des Herzog-Ernst-Gymnasiums (HEG) stammen könnte. Doch auch im Lessing-Gymnasium (LeG) gibt es Klagen über schlechte Gerüche, wie jetzt bekannt wurde. Betroffen ist aber kein Klassenraum, sondern das Verwaltungszimmer zweier Lehrer. Eine Mitarbeiterin des Landesgesundheitsamtes nahm am Mittwoch in dem Büro eine Luftprobe, die nun im Labor analysiert wird. Auch in Raum 128 des HEG erfolgte gestern eine weitere Messung – es war bereits die vierte.

Die beiden LeG-Lehrer Rüdiger Lutz Klein und Friedrich Hille sind die Leidtragenden der schlechten Luft. Sie sind in dem rund 20 Quadratmeter großen Raum E 16 a untergebracht, der vor etwa einem Jahr umgebaut wurde. „Seitdem gibt es hier einen süßlich-scharfen, beißenden Geruch“, berichtet Klein. „Frühmorgens, wenn wir in den ungelüfteten Raum kommen,ist es besonders schlimm.“ Immer wieder leiden er und sein Kollege über Kopfschmerzen und Konzentrationsstörungen. „Niemand weiß, wo die Gerüche herkommen“, sagt Klein.

Bei einer ersten Messung des Landesgesundheitsamtes wurden nach den Worten von Mitarbeiter Herbert Grams „für Büroräume relativ hohe Werte“ von Schadstoffen nachgewiesen. Aufschluss über die Ursache soll die jetzige zweite Messung bringen. „Möglicherweise liegt es nicht am Raum selbst, sondern es ist eine Folge der Renovierung des benachbarten Flures“, meint Grams. Von dort könnten die Gerüche durch Türfugen in Raum E 16 a gelangt sein. Keinerlei Klagen von Schülern oder Lehrern gibt es hingegen über die Raumluft in dem im vergangenen Jahr errichteten Fertigbau-Trakt des LeG.

Unterdessen hat das Landesgesundheitsamt am Mittwoch die Luft in Raum 128 des HEG-Anbaus untersucht. Auch dort ist die Quelle der Geruchsbelastung noch unbekannt. Wie berichtet, haben die Ausdünstungen bei einigen Schülern gesundheitliche Beschwerden verursacht, der Raum ist daher vor-erst gesperrt. Die Ergebnisse beider Luftmessungen liegen voraussichtlich Ende Mai vor.

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