Frontalzusammenstoß eines Schubverbandes und Motorschiffes bei Lüder

Schiffskollision auf Kanal

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Ursache noch ungeklärt: Nach dem Frontalzusammenstoß lief der vordere Leichter des Schubverbandes auf Grund.

Wittingen/Bad Bodenteich/Lüder. Zu einem Frontalzusammenstoß ist es gestern in den Morgenstunden zwischen einem Schubverband und einem 80 Meter langen Motorschiff auf dem Elbe-Seitenkanal gekommen. Die Kollision ereignete sich um 6.50 Uhr in der Gemarkung Gannerwinkel, Höhe Kilometer 43.

Aus noch ungeklärter Ursache waren die beiden Schiffe miteinander kollidiert. Der Schubverband lief auf Grund, das Motorschiff konnte, obwohl beschädigt, weiterfahren. Personen wurden nicht verletzt. Der Sachschaden wird vom Wasser- und Schifffahrtsamt sowie der Polizei auf mehrere zehntausend Euro geschätzt. Zwar wurden die Schiffe erheblich beschädigt, doch Gefahrstoffe liefen bei dem Unfall nicht aus.

Mehrere zentausend Euro Schaden: Der havarierte Schiffsverband liegt an der Uferböschung des Elbe-Seitenkanals. Die anderen Schiffe mussten langsam an der Unglücksstelle in der Nähe von Gannerwinkel vorbeifahren.

Bei der Kollision wurde vermutlich auch der Böschungsbereich des Kanals beschädigt. Nun ermittelt die Polizei, wie es zu der Kollision kommen konnte. Ob es sich um einen technischen Defekt handelt, weiß man noch nicht. Der Schubverband „Bison 0148“, bestehend aus drei Leichtern und beladen mit 1300 Tonnen Wasserbausteinen, war aus Norden kommend in Richtung Magdeburg unterwegs. Die dreiköpfige Besatzung aus Polen mit dem 62 Jahre alten Kapitän kam mit dem Schrecken davon, ebenso die Besatzung des Motorschiffes, das nach der Kollision erst einmal bis zum Bad Bodenteicher Hafen fahren konnte.

Dort wurde das Schiff untersucht, das oberhalb der Wasserlinie beschädigt worden war. Das Schiff, so Michael Pape vom Wasser- und Schifffahrtsamt, muss nun eine Werft anlaufen und nachweisen, dass es repariert worden ist.

Taucher, angefordert aus Seelze bei Hannover, untersuchten das Leck des Schubverbandes und dichteten es mit einem Lecksegel provisorisch ab. Das Wassser wurde abgepumpt, so dass der Schubverband den Wittinger Hafen ansteuern konnte. Der Schifffahrtsverkehr auf dem Elbe-Seitenkanal war trotz der Kollision eingeschränkt möglich. Die anderen Schiffe mussten langsam an dem havarierten Schiffsverband vorbeifahren.

Von Walter Manicke

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