1. az-online.de
  2. Uelzen
  3. Stadt Uelzen

In Molzen sorgt Elli Brenker an Halloween für Grusel-Atmosphäre

Erstellt:

Von: Theresa Brand

Kommentare

Halloween-Haus in Molzen
Das Horror-Haus in Molzen ist nichts für Menschen mit schwachen Nerven: Wer sich den Weg durch den Vorgarten traut, stößt im Inneren auf schaurige Gestalten. © Brand, Theresa

„Süßes, sonst gibt‘s Saures!“ Unter diesem Motto ziehen am Montag wieder Kinder von Haus zu Haus und verkleiden sich als Gruselgestalten. Bei Elli Brenker ist dafür alles vorbereitet.

Uelzen-Molzen – Wer eine Spinnenphobie hat, der braucht starke Nerven, wenn er Elli Brenker in der Zeit rund um Halloween besuchen will. Denn schon von Weitem fallen die riesigen Krabbeltiere ins Auge, die an der Hausfassade in Molzen schaurige Stimmung verbreiten. Den Vorgarten überspannen große Spinnennetze. Zahlreiche schiefe Kreuze stehen da, ein Skelett liegt halb von Erde bedeckt vor einem Grabstein, Schrumpfköpfe sind auf dem Gartenzaun aufgespießt. Und wer genug Mut zusammengenommen hat und das Innere des Hauses betritt, auf den wartet Halloween-Flair der Extraklasse.

„Wenn mich eine Idee richtig begeistert, dann fange ich auch schon mal im August an“, erzählt Elli Brenker. Denn vieles von dem, was sie in dem Haus in Molzen für die aufwendige Dekoration verwendet, macht sie selbst. Der Sarg war ursprünglich ein großer Karton. „Da war eine Liege drin – ich habe den dann einfach zurechtgeschnitten“, sagt sie und lacht. Das Innenfutter hat sie aus einer alten Bierzeltgarnitur genäht und anschließend einen ihrer Stoffreste als Bezug verwendet. Für Elli Brenker kein Problem, denn die gelernte Schneiderin hat jahrelang in ihrer eigenen Designerfirma Kleidung genäht.

Toilette im Spuk-Haus
Sogar auf der Toilette tummeln sich Kakerlaken um Blutflecken. © Brand, Theresa

Ihre Kreativität ist überall zu spüren: Die weiße Frau, die blutverschmiert über das Wohnzimmer wacht, ist aus Hasendraht und Pappmaschee, an den Decken hängen riesige Spinnenweben aus Fleecestoff. Grün schimmert das Licht über dem elektrischen Stuhl, den Elli Brenker mit Gürteln und Farbe zu einem tödlichen Accessoire umgebaut hat.

Manchmal überlegt die zweifache Mutter, ob es nicht an der Zeit ist, das Halloween-Haus weniger aufwendig zu gestalten. Sie erzählt: „Ich wollte dieses Jahr eigentlich schon in „Rente“ gehen, aber meine Tochter hat Nein gesagt.“ Dann hat sie auch an die vielen Kinder gedacht, die jedes Jahr begeistert bei ihr vorbeikommen, und den Gedanken ans Aufhören sofort wieder verworfen. „Die enttäuschten Kinderaugen – das könnte ich nicht ertragen“, sagt Elli Brenker.

Halloween-Haus in Molzen
Schaurige Begrüßung hinter der Eingangstür. © Brand, Theresa

Und es kommen viele Kinder an Halloween ins Spukhaus. In den vergangenen Jahren konnten sie pandemiebedingt nur am Gartenzaun stehen und aus der Entfernung gucken, doch nun sollen endlich wieder große und kleine Besucher durch das Haus geführt werden. In Molzen ist man auf den Ansturm gut vorbereitet: „Ich habe Süßigkeiten für etwa 120 Kinder“, sagt Elli Brenker und fügt im gleichen Atemzug hinzu: „Na ja, letztes Jahr waren dann doch 150 Kinder da.“

Auch interessant

Kommentare