Baubeginn an der Mühlenstraße verzögert sich aber / Parken auf Tep&Tap-Gelände auch im Juni?

In Uelzens Innenstadt: Schandfleck wird zu Wohnraum

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Wo derzeit noch Autos parken, soll bald neuer Wohnraum entstehen. Doch der Baubeginn für das Wohnquartier auf dem früheren Tep&Tap-Gelände verzögert sich.

Uelzen. Der Baubeginn für das Wohnquartier auf dem früheren Tep&Tap-Gelände zwischen Mühlen- und Schuhstraße in Uelzen verzögert sich.

Uelzen. Der Baubeginn für das Wohnquartier auf dem früheren Tep&Tap-Gelände zwischen Mühlen- und Schuhstraße in Uelzen verzögert sich. Wie der Uelzener Bauunternehmer Horst Saevecke, der an Ecke Mühlenstraße/Kleine Mühlenstraße einen Gebäudekomplex mit neun Eigentumswohnungen errichten möchte, auf AZ-Anfrage mitteilt, werde es sicher Mitte, Ende Juli werden, bis er die ersten Bagger losschicken könne.

Als Grund für den späteren Startschuss der Arbeiten gibt Saevecke an, dass es sich um ein komplexes Vorhaben handele, bei dem noch letzte Berechnungen und Überarbeitungen nötig seien. Zudem sei seine Firma derzeit mit zahlreichen Projekten betraut. „Bis Ende Mai wollen wir aber den Bauantrag bei der Stadt einreichen“, so Saevecke. Die Eigentümer, die der Bauherr für die Wohnungen bereits gefunden hat, seien informiert worden. Saevecke will den Bau bis Ostern des kommenden Jahres realisiert haben. „Wir rechnen mit einer Bauzeit von einem dreiviertel Jahr“, sagt der Unternehmer.

Rückblick: Die Hanseatische Betreuungs- und Beteiligungs-Gesellschaft (HBB), die das Marktcenter am Veerßer Tor baut, hatte sich gegenüber der Stadt verpflichtet, auch das Tep&Tap-Gebäude abzureißen und die Fläche zu überplanen. Im vergangenen Jahr führte neben Horst Saevecke auch die Wohnungsbaugenossenschaft (WBG) mit der HBB Verhandlungen zu einer Bebauung, die in der Zwischenzeit zum Abschluss gekommen sind. Dennoch: Mindestens bis zum Sommer 2016 müssen sich auch künftige Bewohner des geplanten Wohnhauses der WBG gedulden. Die Gesellschaft will in der Innenstadt 15 Zwei- und Dreizimmerwohnungen mit insgesamt rund 1230 Quadratmetern Wohnfläche schaffen – ein Projekt, das es in sich habe, betont Vorstand Wolfgang Niebuhr und begründet die zeitaufwändigen Planungen mit komplexen Förderbedingungen und baurechtlichen Auflagen. „Es ist definitiv so, dass es im Moment ein bisschen hakt und häkelt.“

Niebuhr hofft, den Bauantrag im Juni einreichen zu können. „Dann legen wir los. Die Finanzierung steht, wir haben eine sehr gute Nachfrage nach den Objekten“, berichtet der Vorstand. „Wunschvorstellung ist ein Baubeginn im Juni – es kann aber auch Juli werden.“

Der Vertrag mit der Stadt für die Nutzung der Fläche als Parkplatz läuft bereits Ende Mai aus. Wie Stadtsprecher Markus Nieber gestern mitteilte, gehe man aber davon aus, dass Autos dort noch bis Ende Juni abgestellt werden dürften.

Niebuhr bestätigt diese Verlängerung nicht: „Wir werden uns da vielleicht wochenweise vortasten.“

Von Norman Reuter und Anna Petersen

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