Gefahren für Ruderer: Yachtclub Uelzen fordert Lösung für Sportboothafen

Schäden durch große Schiffe

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Hoher Sog und Wellenschlag verursacht im Sportboothafen in Groß Liedern Schäden. Der Yachtclub Uelzen kritisiert dort den starken Schiffsverkehr mit großen Schiffen.

dib Uelzen-Groß Liedern. Ein starker Schiffsverkehr mit immer größeren Schiffen bereitet dem Yachtclub Uelzen Sorgen. Bei Freizeit-Bootsfahrern und Ruderern auf dem Elbe-Seitenkanal sorgen die damit verbundenen hohen Geschwindigkeiten, Sog- und Wellenschlag für Probleme.

Durch die Wasserbewegung, die große Schiffe und Schubverbände verursachen, entstehen erhebliche Schäden und Gefahren im Sportboothafen in Groß Liedern sowie im Kanalbereich am Hafenzugang. Das erläuterte Hafenmeister Friedrich Genthe beim jüngsten Anrainertreffen des Yachtclubs am Hafen in Groß Liedern, zu dem der erste Vorsitzende Dieter Müller eingeladen hatte. So würden durch ein 100-Meter-Schiff bis zu 3200 Quadratmeter Wasser aus dem Hafenbecken herausgezogen und wieder hineingepresst. Dadurch werden Schäden an Booten und Schwimmstegen verursacht, erklärte Genthe. Ruderer hätten erhebliche Probleme im Bereich der Hafeneinfahrt, wenn Schiffe dieser Größe den Bereich passieren.

Auch Schulen nutzen den Sportboothafen Groß Liedern und den Elbe-Seitenkanal, um Kindern und Jugendlichen diesen Wassersport nahezubringen. Unerfahrene Ruderanfänger hätten es besonders schwer, auf die Gefahren, die die großen Schiffe auslösen, zu reagieren, auch wenn sie von Trainern des Rudervereins in den Unterrichtsstunden begleitet werden, betonte Ansgar Büsse, Vorsitzender des Uelzener Rudervereins.

Genthe forderte, dass im Vorfeld reagiert werde, bevor „größere Sach- oder sogar Personenschäden zu verzeichnen“ wären. Die Sportbootanlieger vom Elbe-Seitenkanal und Mittellandkanal sprachen mit dem Leiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes, Kai Römer, dessen Kollegen Rainer Behrens und Polizeioberkommissar Dirk Müller von der Wasserschutzpolizei über Geschwindigkeitsreduzierung in der Berufsschifffahrt. Sie wogen Lösungen zur Senkung des Tempos mit und ohne zusätzliche Kontrollmechanismen, Schilder oder Bußgeldanzeigen gegen Kapitäne der großen Schiffe ab.

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