Sanierungsfall Sporthallen

Neue Markierungen und ein neuer Boden: Die alte Sporthalle des Lessing-Gymnasiums wurde komplett saniert.

Uelzen - Von Thomas Mitzlaff. Wer nach dem Sport in der Lessing-Halle verschwitzt unter der Dusche steht, kann sich nicht sicher sein, was aus der Brause kommt. Kochend heiß, eisig kalt – alles ist möglich, wenn man den Wasserhahn betätigt. „Wir haben da massive Ventilprobleme“, sagt Eckhardt Meier, Abteilungsleiter im städtischen Gebäudemanagement. Drei Wasserrohrbrüche gab es in der LeG-Halle in einem Jahr, „es macht Sinn, den kompletten Mitteltrakt zu sanieren und dann die neue Halle in Angriff zu nehmen“, betont Meier.

Die Sanierung der alten LeG-Halle ist derweil weitestgehend abgeschlossen. Bis zu 800 000 Euro wurden in die Modernisierung gesteckt, für die es höchste Zeit war. Unter anderem war die LeG-Halle die letzte in der Stadt, bei der eine neue Deckenstrahlheizung installiert wurde. „Zumindest in Sachen Decke sind wir nun durch bei unseren Sporthallen“, bilanziert Meier. Ansonsten aber gibt es noch viel zu tun in einer Reihe von Sanierungsmaßnahmen, die wohl beispiellos sind für Uelzen.

Die Sporthallen der Stadt sind in die Jahre gekommen. Und wie umfassend der Modernisierungsbedarf ist, lässt sich eindrucksvoll an der jüngst fertig gestellten alten Halle des Lessing-Gymnasiums darstellen: ein neues Dach, eine Verbesserung der Akustik, neue Beleuchtung, Heizung, Hallenboden, Prallschutz. Die gesamte Hülle wurde gedämmt, dazu gab es neue Tore, Versenk-Anlagen für die Sportgeräte und eine neue Aufteilung der Sportfelder. Leisten kann sich die Stadt diese Maßnahmen nur dank hoher Zuschüsse: 390 000 Euro fließen aus dem Sportstätten-Sanierungsprogramm des Landes.

Noch nicht ermittelt sind die Kosten für die Sanierung der neuen LeG-Halle, die nächstes Frühjahr in Angriff genommen werden soll. Auch dort soll unter anderem eine wirtschaftlichere Heizungsanlage eingebaut werden. „Eigentlich ist auch die Sanierung der gesamten Hülle ein Thema, aber das sprengt den Rahmen“, weiß Meier.

Kontinuierlich will sich die Stadt in den nächsten Jahren durch die Sporthallen „arbeiten“. „Die energetische Sanierung der Hallenböden wird da eine wichtige Rolle spielen“, sagt der Abteilungsleiter. Ganz oben auf der Prioritätenliste steht die Sporthalle der Theodor-Heuss-Realschule. Doch ob und wie viel Ged dafür ausgegeben werden kann, müssen die politischen Gremien noch entscheiden.

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