Sahara-Hitze grillt Uelzen

AZ-Wettermann „Zaki“ prognostiziert heißesten Juli überhaupt

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ib Uelzen/Landkreis. „Backofenhitze direkt aus Nordafrika wird uns am Wochenende regelrecht grillen."

Die Prognosen von AZ-Wettermann Reinhard „Zaki“ Zakrzewski mögen manchen Uelzenern die Schweißperlen auf die Stirn treiben – so sie denn nicht ohnehin schon schweißgebadet sind angesichts der sengenden Hitze der vergangenen Tage.

Das Zusammenspiel von extrem heißer Luft und dem hohen Sonnenstand werde dem nordöstlichen Niedersachsen am heutigen Sonnabend Temperaturen bis zu 38 Grad bescheren, sagt Zakrzewski voraus – und damit die höchsten Werte, die Anfang Juli überhaupt möglich seien. Das bisherige Juli-Maximum im Landkreis Uelzen im Jahr 2010 wurde mit 36 bis 37 Grad gemessen. „So dürften die bestehenden Hitzerekorde nur so purzeln und mancher Kreislauf ins Wanken geraten“, prophezeit der AZ-Wetterfrosch.

Doch ein wenig Erleichterung scheint in Sicht: Nach einer tropisch-schwülen Nacht werde es laut Zakrzewski am Sonntag „nur“ noch für schwülheiße 33 Grad reichen. Im Tagesverlauf sollen dann teils heftige Gewitter aus Westen die Erlösung bringen. Doch dann nimmt der Sommer nochmal so richtig Anlauf: „Am Montag besteht bei 25 bis 28 Grad die gute Gelegenheit zum Durchatmen und Durchlüften, bevor sich am Dienstag die Hitze nochmals auf über 30 Grad aufbäumen könnte“, sagt Reinhard Zakrzewski. „Nach Durchzug einer weiteren Gewitterfront ist ab Mittwoch dann das Gröbste überstanden.“

Mit angenehmen 21 bis 25 Grad und einem Mix aus Sonne, Wolken und etwas Regen geht es dann wohl durch die zweite Wochenhälfte. Ob ein Ausläufer des Azorenhochs die Temperaturen am zweiten Juliwochenende erneut über die 30 Grad-Marke hieven kann, ist derzeit noch offen. Zakrzewski: „Unsicherheit in die Wettermodelle bringen Tiefdruckgebiete, die über Nordeuropa herumlungern. Nach einigen Modellläufen soll sich ihr Einfluss nach Südosten ausdehnen.“ Für Norddeutschland und damit auch den Landkreis Uelzen würde das zur Monatsmitte eher wechselhaftes und nur mäßig warmes Wetter bedeuten.

Die Einsatzkräfte der Feuerwehren im benachbarten Altmark-Kreis haben die Auswirkungen der aktuellen Hitze bereits zu spüren bekommen: Zwei Getreidefelder standen dort am Donnerstag bei Dambeck und Pretzier in Flammen. Und Niedersachsens Landwirtschaftsminister Christian Meyer warnt dringend vor Waldbränden. „Waldbrände vernichten nicht nur den Erholungsraum, sondern auch den Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Zur Brandverhütung ist es von März bis Oktober in Wäldern, Mooren und Heiden verboten, offene Feuer zu machen und zu rauchen.“ Die Gefahr durch achtlos aus dem Auto geworfene Zigarettenkippen werde häufig unterschätzt – oftmals würden Waldbrände vom Straßenrand aus beginnen, so Meyer.

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