„Schöner kann ein Abend nicht sein“

Running Dinner in Wichmannsburg: Paare genießen Drei-Gänge-Menü in drei Wohnungen

Im Anschluss an die Drei-Gänge-Menüs in jeweils drei verschiedenen Wohnungen trafen sich die Teilnehmer des siebten Running Dinners im Wichmannsburger Gemeindehaus zum Sektempfang. Die Stimmung war ausgelassen, alle hatten einen schönen Abend.
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Im Anschluss an die Drei-Gänge-Menüs in jeweils drei verschiedenen Wohnungen trafen sich die Teilnehmer des siebten Running Dinners im Wichmannsburger Gemeindehaus zum Sektempfang. Die Stimmung war ausgelassen, alle hatten einen schönen Abend.

Wichmannsburg – Putencurry mit Brokkoli, dazu Rosmarin-Parmesan-Cracker. Dieses Gericht servierten Heidi Zander und ihr Ehemann Wilfried Schröder ihren Gästen am Sonnabend.

Das Besondere: Sie wussten vorher nicht, wer zum Essen zu Gast sein würde – und nur der Hauptgang fand bei ihnen zu Hause statt.

Für Vorspeise und Dessert besuchten Zander und Schröder jeweils ein anderes Paar. Klingt im ersten Moment merkwürdig? Ist aber genau das Konzept des Running Dinners der St. -Georgs-Stiftung in Wichmannsburg.

Das fand am Sonnabend bereits zum siebten Mal statt. Zwölf Paare aus der Gemeinde Bienenbüttel waren dabei, berichtet Anett Elvers vom Organisatorenteam. Das sei in etwa der Durchschnitt der bisherigen Veranstaltungen. „Mindestens neun Paare brauchen wir, damit das Konzept aufgeht“, erklärt Elvers. Denn: Jeweils drei Paare kommen pro Gang zusammen und kein Paar soll sich am Abend doppelt treffen.

Heidi Zander und Wilfried Schröder sind zum ersten Mal dabei gewesen. „Wir fanden das schon immer spannend, jetzt hat es auch terminlich gepasst“, erzählt Zander. Sie berichtet von „vielen netten Gesprächen“ und davon, dass sie „auch ganz neue Gesichter“ getroffen habe. Die Messlatte für das eigene Kochen sollte man dabei nicht zu hoch hängen, fügt Schröder hinzu: „Die Begegnungen stehen im Vordergrund, der Rest ist Beiwerk.“

Im Vorfeld sei sie sehr gespannt gewesen, berichtet Nicole Jochim aus Steddorf, die ebenfalls zum ersten Mal mitgemacht hat: „Was sind es für Menschen, die kommen? Was gibt es wohl bei den anderen zu essen?“ Zusammen mit ihrem Mann hat sie eine Vorspeise für zwei zuvor nicht bekannte Paare angerichtet: Rote-Beete-Carpaccio mit gebratener Entenbrust. „Es war richtig schön, mit total netten Menschen“, schwärmt Jochim.

„Alte Hasen“ in Sachen Running Dinner sind Michael Skeisgerski und seine Frau Helge. Für sie war es die fünfte Teilnahme. „Spaß ist der tragende Faktor“, findet Michael Skeisgerski. Man komme mit Menschen ins Gespräch, die man sonst „nur im Vorbeigehen auf der Straße trifft“.

Die Küche bei anderen Leuten kennenzulernen und zu sehen, „was sich die anderen einfallen lassen“, finde er interessant. Für seine Gäste bereitete das Ehepaar Skeisgerski auch eine Vorspeise zu. Es gab Lauchsalat mit Lachs, dazu Tomaten-Crustinis und eine indische Linsensuppe. „Die Veranstaltung ist einfach rund. Schöner kann ein Abend nicht sein“, sagt Michael Skeisgerski und spricht damit wohl allen Teilnehmern aus der Seele.

VON FLORIAN BEYE

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