Ruhezonen und Regenbögen

Die Mädchen und Jungen des Kindergartens Oldenstadt nehmen die geplanten Arbeiten schon einmal spielerisch vorweg: Ab Mitte Juli soll der Krippen-Anbau neben ihrem Domizil errichtet werden. Archivfoto: Ph. Schulze

Uelzen-Oldenstadt. Die Arbeiten für den Bau der neuen Kinderkrippe in Oldenstadt rücken näher. „Wir werden spätestens Mitte Juli damit beginnen können“, kündigte Eckhardt Meier, Abteilungsleiter des Gebäudemanagements Uelzen/Lüchow-Dannenberg, auf der jüngsten Sitzung des Kinder- und Jugendausschusses an. Wie berichtet, soll die Krippe in nördlicher Richtung an das bestehende Gebäude des Oldenstädter Kindergartens angebaut werden. 15 Mädchen und Jungen im Alter bis drei Jahre sollen dort betreut werden.

„Die Roharbeiten wurden bereits ausgeschrieben, jetzt warten wir noch auf die Baugenehmigung“, berichtete Meier. Er hofft, dass die Krippe bis Mitte September fertig gestellt ist. Das Gebäude soll eine Nutzfläche von etwa 200 Quadratmetern haben, die Baukosten sich voraussichtlich auf 270 000 Euro belaufen. Geplant ist unter anderem ein offen gestalteter Gruppenraum mit wenigen trennenden Wänden, „damit die Kinder sich dort frei entfalten können“, erklärte Meier.

In dem Raum soll auch eine Bewegungsecke mit verschiedenen Ebenen und Schrägen entstehen. Dort können die Kinder ihre motorischen Fähigkeiten schulen. Nebenan sehen die Baupläne einen Nassbereich mit Plantschbecken und einer großen Fensteröffnung in Richtung Gruppenraum vor. Dadurch haben die Erzieherinnen die Kinder immer im Auge. In umgekehrter Richtung ist der Blick in den Nassbereich aus Rücksicht auf die Intimsphäre aber nicht möglich, so Meier.

Weiterhin werden in der Kinderkrippe zwei Räume als Ruhezonen eingerichtet, ebenso gibt es eine Garderobe, einen Abstellraum und einen Wickeltisch. Für ein buntes gestalterisches Element sollen gemalte Regenbögen sorgen, die an vier Stellen die Fassaden des Kindergartens und des Krippen-Anbaus verzieren werden. „Die gesamte Planung ist intensiv mit der Leitung des Kindergartens abgestimmt worden“, betonte Meier.

Es sei jedoch ein ehrgeiziges Ziel, den Anbau in nur acht Wochen fertigzustellen, „aber wir versuchen es hinzubekommen“, sagte er. In diesem Fall könnte die Krippe am 1. Oktober ihren Betrieb aufnehmen, ergänzte Uelzens Stadtjugendpfleger Christian Helms.

Zum Glück sei die Stadt bei dem Bauvorhaben nicht an den Beginn des neuen Kindergartenjahres gebunden, meinte Ausschussvorsitzender Jörg Kramer (SPD): „Wenn die Krippe nicht zum 1. Oktober starten kann, dann eben spätestens zum 1. November.“

Unterdessen ist die Dach- und Wandsanierung im Kindergarten Oldenstadt inzwischen weitgehend abgeschlossen. Die noch ausstehenden Arbeiten, unter anderem im Eingangsbereich des Gebäudes, sollen in den Sommerferien ausgeführt werden. Etwa 150 000 Euro hat das Gebäudemanagement nach den Worten von Meier bisher dafür investiert. „Damit liegen wir im kalkulierten Kostenrahmen von 160 000 Euro.“

Von Bernd Schossadowski

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