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Ruf nach mehr Kräften für Uelzener Bundespolizei-Standort

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Von: Norman Reuter

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Die Bundespolizeiabteilung Uelzen ist am Hainberg angesiedelt. Sie verfügt unter anderem über zwei Einsatzhundertschaften sowie eine Beweissicherungs- und Festnahmehundertschaft, aber auch 50 Spezialkräfte für die Terrorismusbekämpfung. 522 Mitarbeiter gibt es dort.
Die Bundespolizeiabteilung Uelzen ist am Hainberg angesiedelt. Sie verfügt unter anderem über zwei Einsatzhundertschaften sowie eine Beweissicherungs- und Festnahmehundertschaft, aber auch 50 Spezialkräfte für die Terrorismusbekämpfung. © Bundespolizeiabteilung Uelzen

Bundespolizisten vom Hainberg sind an Grenzen, bei Fußballspielen, bei Demonstrationen und Terrorlagen im Einsatz: Jetzt macht sich die Gewerkschaft der Polizei (GdP) dafür stark, dass die Uelzener Abteilung der Bundesbereitschaftspolizei weitere Kräfte erhält.


Uelzen – Bundespolizisten vom Hainberg sind an Grenzen, bei Fußballspielen, bei Demonstrationen und Terrorlagen im Einsatz: Jetzt macht sich die Gewerkschaft der Polizei (GdP) dafür stark, dass die Uelzener Abteilung der Bundesbereitschaftspolizei weitere Kräfte erhält.

Die Kreisgruppe Uelzen der Gewerkschaft fordert, dass eine zusätzliche Einsatzhundertschaft am Hainberg stationiert wird. Außerdem solle eine weitere Einheit mit speziell geschulten Kräften, die bei besonderen Gefahrenlagen zum Einsatz kommen und die GSG9 unterstützen, dort angesiedelt werden. Im Fachjargon wird von einer „BFE+“ gesprochen.

Iven Rupscheit, Vorsitzender der GdP-Kreisgruppe und selbst am Hainberg stationiert, sagt: „Die Einsatzauslastung ist die letzten Jahre hoch. Daher ist es dringend erforderlich, nicht nur die anderen Bundespolizei-Abteilungen zu stärken.“ Es gebe gute Gründe, zusätzliche Kräfte auch genau hier zu stationieren: Die Uelzener Abteilung liege in greifbarer Nähe zur Millionen-Stadt Hamburg, Einsätze in Hannover, Bremen, Magdeburg ließen sich von hier aus besetzen, so Rupscheit. Sein Stellvertreter Christian Schneider verweist auf die Fußballvereine im Norden, die der ersten, zweiten und dritten Bundesliga angehören und deren Spiele immer wieder Einsatzorte für die Bundespolizisten seien. Die Kräfte vom Hainberg sind aber auch im gesamten Bundesgebiet im Einsatz. Erst jüngst wurden sie wegen Schleuserkriminellen in Erfurt und Halle benötigt. Rupscheit: Mit der nur zwölf bis 15 Flugminuten entfernten Fliegerstaffel in Gifhorn ließen sich Einsatz- und Spezialkräfte der BFE+ schnell dorthin verlegen, wo sie benötigt würden – ein Standortvorteil.

Der Ruf nach weiteren Kräften für den Hainberg kommt nicht von ungefähr zum jetzigen Zeitpunkt: Das Bundeskabinett hat zusätzliche 500 Stellen für die Bundesbereitschaftspolizei bewilligt. Diese müssten aber auch mit Haushaltsmitteln unterlegt werden, schildert Iven Rupscheit. Der Deutsche Bundestag berät aktuell über den Haushalt.

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