Unterrichtsräume fürs 13. Schuljahr

Mit der Rückkehr zu G9 hat das Uelzener Lessing-Gymnasium Platzbedarf

Der Rohbau steht. In dieser Woche soll mit dem Innenausbau begonnen werden. Mit der Rückkehr des 13. Schuljahres an den Gymnasien in Niedersachsen benötigt das LeG weitere Unterrichtsräume.
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Der Rohbau steht. In dieser Woche soll mit dem Innenausbau begonnen werden. Mit der Rückkehr des 13. Schuljahres an den Gymnasien in Niedersachsen benötigt das LeG weitere Unterrichtsräume.

Uelzen/Landkreis – Der Rohbau steht. Die Fenster sind eingesetzt. Auf dem Gelände des Lessing-Gymnasiums (LeG) am Ilmenauufer in Uelzen nimmt ein neuer Schulbau Formen an. In dieser Woche wird damit begonnen, die Innenwände zu verputzen.

1,3 Millionen Euro investiert der Landkreis – aus triftigem Grund: Für die Rückkehr des 13. Schuljahres an Gymnasien werden Unterrichtsräume benötigt.

Schulleiter Sven Kablau erklärt: Die Wiedereinführung des G9-Systems in Niedersachsen wird sich nach den Sommerferien bemerkbar machen. Der aktuelle Jahrgang 12 wechsele dann in das wieder eingeführte 13. Jahr und verlasse damit nicht die Schule. Gleichzeitig nehme das Gymnasium neue Fünftklässler auf. „So werden wir am Lessing-Gymnasium in neuen Schuljahr etwa 100 Schüler mehr sein“, sagt Kablau.

Der Schulanbau soll dafür rechtzeitig fertig sein. „Nach derzeitigem Stand der Bauarbeiten ist mit einer Übergabe des Gebäudes an die Schule zum neuen Schuljahr 2020/21 zu rechnen“, so Kreissprecher Martin Theine.

Zwei Geschosse umfasst der Anbau, in dem sechs Klassenräume sowie zwei sogenannte Differenzierungsräume entstehen. „Das LeG ist eine inklusive Schule“, sagt Kablau. Kinder, denen es nicht möglich ist, beispielsweise durch Probleme mit dem Gehör, 90 Minuten Unterricht durchzuhalten, können sich in die Differenzierungsräume zurückziehen. Zudem: Klassen können so auch für eine Gruppenarbeit aufgeteilt werden. Fenster in den Wänden zwischen Klassen- und Differenzierungsräumen erlauben jeweils den Blick ins andere Zimmer.

Beim Anbau soll es nicht bleiben. Der vorhandene Michaelisbau soll noch um ein weiteres Stockwerk ergänzt werden. Drei Biologieräume, ein Lehrmittelzimmer, ein Differenzierungs- sowie ein Besprechungsraum sollen dort entstehen. Im Michaelisbau werden dann gebündelt die Naturwissenschaften unterrichtet – mit dem Konzept stehe schließlich auch ausreichend Platz für den Ganztagsbereich zur Verfügung, sagt Kablau. Die Hausaufgabenbetreuung am Nachmittag erfolgt momentan unterm Dach.

Der Kreis rechnet mit Kosten für das neue Stockwerk von 800 000 Euro. Eine erste Ausschreibung blieb erfolglos. „Zu einem günstigeren Zeitpunkt soll ein neues Vergabeverfahren durchgeführt werden“, sagt Theine.

VON NORMAN REUTER

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