Innenministerium erklärt: Veranstaltung in Westerweyhe ist zulässig.

Rolle rückwärts: Kinder-Flohmarkt nun doch erlaubt

Noch im vergangenen Jahr hatte es – mit speziellem Konzept zur Corona-Pandemie – noch einen Kinderflohmarkt gegeben. Jetzt wurde keine Erlaubnis erteilt.
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Noch im vergangenen Jahr hatte es – mit speziellem Konzept zur Corona-Pandemie – noch einen Kinderflohmarkt gegeben. Jetzt wurde das Event zum Fall fürs Innenministerium.
  • Norman Reuter
    VonNorman Reuter
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Erst ein Nein, jetzt ein Ja: Der Kinderflohmarkt in Westerweyhe darf, nachdem es zunächst keine Erlaubnis für ihn gab, nun doch am kommenden Sonntag, 12. September, stattfinden.

Der geplante Kinderflohmarkt in Westerweyhe am kommenden Sonntag, 12. September, findet statt. Das Innenministerium in Hannover hat nun bestätigt, dass das Feiertagsverbot für diesen Flohmarkt nicht gilt.

Seitens des Innenministeriums wurde klargestellt, dass es nicht in jedem Fall erforderlich ist, alle Verkaufserlöse bei einem Kinderflohmarkt für den gemeinnützigen Zweck abzugeben. Es sei ausreichend, dass der gemeinnützige Zweck im Vordergrund steht. Die Hansestadt Uelzen hatte die Rechtsauslegung zum Verbot auf Landesebene prüfen lassen und nun die Bestätigung erhalten, dass das Gesetz nicht entsprechend einengend auszulegen ist.

In den vergangenen Tagen hatte der Fall des Westerweyher Kinderflohmarktes medial Wellen geschlagen. Einwohner des Ortes hatten sich in Mails und Briefen an an die Uelzener Stadtverwaltung gewandt. Diese hatte vergangene Woche erstmals in 14 Jahren für das Kinder-Event keine Erlaubnis erteilt, zuvor hatte sie eine Information des Landkreises als Aufsichtsbehörde erhalten, wonach der Flohmarkt in seiner Konzeption und mit einem Sonntag als Veranstaltungstag den Vorgaben im überarbeiteten Gesetz zu Sonn- und Feiertagen widerspreche. Knackpunkt war, dass die Kinder beim Flohmarkt an einem Sonntag die Erlöse für sich behalten, was nach der ersten Rechtsauslegung ein Verstoß gegen das Feiertagsgesetz darstellen sollte. 

Karl-Heinz Günther hatte bereits angekündigt, sollte das Ministerium sein Einverständnis geben, werde der Flohmarkt stattfinden. Die Kinder sollten nicht die Leidtragenden sein.

In einer Pressemitteilung wird Uelzens Bürgermeister Jürgen Markwardt wie folgt zitiert:  „Wir freuen uns sehr, dass sich unsere Eingabe gelohnt hat und die Mädchen und Jungen nun doch eifrig ihren Flohmarkt gestalten können.“

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