Bundesgerichtshof verkündet Ende Juni Ergebnis der Revisionsverhandlung

Robert K.: Zweifel am Urteil

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Uelzen/Karlsruhe. Am Bundesgerichtshof in Karlsruhe ist gestern über die Revision im Fall Robert K. verhandelt worden.

Das 20-jährige Mitglied der sogenannten Uelzener Douglas-Bande war vor etwa einem Jahr von der Jugendkammer des Landgerichts Lüneburg wegen gefährlicher Körperverletzung zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Daraufhin hatte sein Verteidiger Volker König Revision eingelegt. Der zuständige Senat des Bundesgerichtshofes wird sein Urteil zur Revisionsverhandlung am 27. Juni in Karlsruhe verkünden.

Auf diesen Beschluss reagiert König überrascht. Nach der Verhandlung gestern Morgen sei noch gesagt worden, dass bereits am Nachmittag eine Entscheidung getroffen werde, berichtet er auf AZ-Nachfrage. „Das bedeutet, dass mein Revisionsantrag offensichtlich alles andere als aussichtslos ist“, vermutet der Uelzener Rechtsanwalt. Er und die Vertreterin der Generalbundesanwaltschaft hätten in Karlsruhe nicht die mutmaßliche Tat an sich, sondern lediglich Rechtsfragen erörtert. „In meinem Revisionsantrag ging es nur um die Frage, ob das Landgericht eine Zeugenaussage zu Unrecht verwertet hat“, berichtet König. Er beantragte daher, das Urteil des Landgerichts Lüneburg aufzuheben und die Rechtssache zur erneuten Entscheidung an eine andere Strafkammer des Landgerichts zurückzuverweisen.

Von Diane Baatani

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